Ägypter investiert in den Ausbau des italienischen Telekomunternehmens
Investor bringt Wind noch 2006 an die Börse

Der ägyptische Investor und Telekom-Unternehmer Naguib Sawiris will vier Mrd. Euro in den Ausbau des italienischen Telekommunternehmens Wind investieren. Noch Ende des kommenden Jahres soll das Unternehmen an die Börse gehen. Das sagte der neue Wind-Besitzer gestern bei einer Pressekonferenz in Rom.

HB/kk MAILAND. Zum ersten Mal hat Sawiris seine Pläne für die frühere Tochter des Energie-Versorgers Enel öffentlich bekannt gegeben. Damit beendet er die Gerüchte, die seit Wochen über die Zukunft des Mobilfunk- und Festnetzanbieters zirkulieren. Er widersprach Meldungen, nach denen der bisherige Wind-Chef Tommaso Pompei seine Kündigung eingereicht haben soll. Zudem werde Wind weiterhin an dem Festnetzgeschäft festhalten.

Zuvor wurde spekuliert, dass Sawiris, der mit seiner Tochter Orascom einer der größten Mobilfunkanbieter im Mittelmeerraum ist, das Festnetzgeschäft abspalten werde. „Die neuen Aktionäre werden alle Aktivitäten von Wind behalten und ausbauen: Mobilfunk, Festnetz und Internet“, stellte Sawiris klar.

Am 11. August hat die Investorengruppe um Sawiris, Weather Investment, 62,3 Prozent der Enel-Tochter Wind übernommen. Die restlichen Anteile sollen im Frühjahr 2006 gekauft werden. Der Strom-Versorger Enel verabschiedet sich jedoch nicht ganz aus dem Telekom-Geschäft, sondern bleibt mit rund einem Viertel an der neuen Holding Weather beteiligt. Die Holding wird Wind zu 100 Prozent kontrollieren und an Orascom 50 Prozent und eine Aktie halten.

Wind ist mit 12,6 Millionen Kunden Italiens drittgrößter Mobilfunker und der zweitgrößte Festnetzbetreiber des Landes - aber jeweils mit großem Abstand zu den Top-Anbietern. Nach Ansicht von Analysten hat Enel die Aktivitäten der Tochter Wind vernachlässigt, da sie nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens mit Strom und Gas zählten.

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