Ärger mit den Fans befürchtet
Bayern München kritisiert den Fußball-Coup von Premiere

Die Pläne des Bezahlfernsehsenders Premiere, die Champions-League-Spiele des deutschen Meisters ab Sommer 2006 nur noch im Bezahlfernsehen zu zeigen, sind vom Fußballverein Bayern München kritisiert worden.

HB FRANKFURT. „Was den FC Bayern anbelangt, werden wir uns mit Händen und Füßen dagegen wehren“, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß dem „Tagesspiegel“. „Dann sind wir nämlich wieder mal Lockvogel und haben selber nichts davon außer großem Ärger mit den Fans.“

Am Dienstag hatte Premiere angekündigt, sich die Rechte für die Live-Übertragung des größten europäischen Vereinswettbewerbs nicht nur für das Pay-TV, sondern auch für das frei empfangbare Fernsehen gesichert zu haben. Premiere muss dann ein Spiel pro Spieltag im freien Fernsehen zeigen und will dazu einen Free-TV-Sender kaufen oder selbst aufbauen. Voraussichtlich werden aber nur die weniger attraktiven Begegnungen für Nicht-Abonnenten zu sehen sein.

Fußball ist für Premiere eines der größten Zugpferde. Nur bei Deutschlands einzigem Bezahlfernsehsender sind alle Spiele der Bundesliga live zu sehen. Den Plänen von Premiere-Chef Georg Kofler, die Bundesliga-Spiele von Bayern München ebenfalls nur noch im Pay-TV zu zeigen, stehen die Bayern-Chefs der Zeitung zufolge ebenfalls skeptisch gegenüber. „Ich sehe den Abschluss von Premiere mit der Uefa nicht als modelltauglich für die Bundesliga. Herr Kofler wird sich noch wundern, welch harte Verhandlungen er da noch vor sich hat“, sagte Hoeneß.

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