Aktien nach Dividendenankündigung auf Höhenflug
Brutaler Wettbewerb treibt MCI in die Verlustzone

Das amerikanische Telefonunternehmen MCI hat im zweiten Quartal und in den ersten sechs Monaten 2004 wegen stark fallender Umsätze und dem brutalen Wettbewerb rote Zahlen geschrieben. Die regionalen Telefonkonzerne machen dem Konzern schwer zu schaffen.

HB ASHBURN. Die ins Ferngesprächsgeschäft vordringenden regionalen US-Telefonkonzerne machen MCI und dem größten Ferngesprächsanbieter AT&T immer stärker zu schaffen. Das lokale Geschäft ist für MCI und AT&T wegen neuer kostspieliger Telekomregeln Washingtons viel schwieriger geworden.

MCI hatte früher als WorldCom firmiert. Die zweitgrößte US-Ferngesprächsgesellschaft war in den größten Bilanzbetrugsskandal der US-Wirtschaftsgeschichte verwickelt gewesen. Sie hatte sich seit 2002 in einem Insolvenzverfahren befunden aus dem sie inzwischen saniert heraus gekommen ist.

MCI hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Umsatzrückgang gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt von 15 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar (4,3 Mrd Euro) verbucht. Dies hat die in Ashburn (Virginia) ansässige Gesellschaft am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gegeben. Es fiel ein Verlust von 71 Millionen Dollar oder 22 Cent je Aktie an. Die Vorgängergesellschaft hatte während des Insolvenzverfahrens im zweiten Quartal 2003 noch acht Millionen Dollar verdient. Sie hatte keinen Gewinn je Aktie ausgewiesen.

Der MCI-Halbjahresumsatz sackte auf 10,7 (Vorjahresvergleichszeit:12,8) Milliarden Dollar ab. Es gab im Januar-Juni-Abschnitt 2004 einen Verlust von 459 Millionen Dollar oder 1,42 Dollar je Aktie gegenüber einem Gewinn von 60 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit.

MCI hat gleichzeitig mit der Bekanntgabe seiner Geschäftsergebnisse eine Quartalsdividende von 40 Cent je Aktie angekündigt. Die MCI-Aktien sind deshalb am Donnerstag nachbörslich um 17,3 Prozent auf 16,23 Dollar in die Höhe geschossen. MCI hatte am Ende des zweiten Quartals 5,4 Milliarden Dollar liquide Mittel. Der Verwaltungsrat der Gesellschaft hatte nach Überprüfung des Barmittel-Bedarfs festgestellt, dass die liquiden Mittel um 2,2 Milliarden Dollar zu hoch seien. Deshalb wurde die Rückgabe an die Aktionäre in Form einer Dividende eingeleitet.

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