Anbieter von Management-Software
SAP kauft US-Finanzsoftware-Hersteller OutlookSoft

Europas größter Softwarehersteller SAP übernimmt den amerikanischen Anbieter von Management-Software OutlookSoft.

HB FRANKFURT/SAN FRANCISCO. Mit der Übernahme des Spezialisten komme der Walldorfer Konzern auf dem Weg voran, Programme für die steigenden Planungsanforderungen von Finanzchefs anzubieten, teilte der größte Softwareanbieter Europas am Dienstagabend mit. Einem Eingeweihten zufolge beläuft sich der Preis für das Unternehmen aus Privatbesitz auf rund 370 Mill. Euro.

SAP habe bislang keine mit OutlookSoft vergleichbare Software-Lösung zu bieten, sagte Sanjay Poonen, Analyse-Chefin bei dem Walldorfer Konzern Reuters. „Damit füllen wir einen wichtigen weißen Flecken in unserem Angebot.“ OutlookSoft beschäftigt rund 250 Mitarbeiter und hat etwa 700 Kunden. Davon nutzen etwa 150 SAP-Software. Die Akquisition von OutlookSoft soll im Juni abgeschlossen werden.

SAP hat stets betont, im Gegensatz zum Konkurrenten Oracle keine größeren Zukäufe tätigen zu wollen, sondern nur technologische Lücken mit Akquisitionen zu schließen.

SAP-Mitgründer und -Aufsichtsratschef Hasso Plattner kündigte auf einer Branchenkonferenz im kalifornischen Santa Clara an, das Unternehmen werde künftig seine Programme einfacher und leichter zugänglich machen. Schon die neue Software mit dem Arbeitstitel „A1S“, die sich vor allem an den bisher weitgehend SAP-abstinenten Mittelstand richtet, werde individueller auf den Benutzer zugeschnitten sein und gesuchte Informationen schneller zur Verfügung stellen. Bei künftigen Programmen sollen sich die Anwender zudem gegenseitig Tipps über Videobotschaften zusenden können. „Nichts ist besser als ein zweiminütiges Video, das erklärt, wie etwas funktioniert“, sagte Plattner.

Die neue Mittelstands-Software soll um den Jahreswechsel für einen breiten Kundenkreis verfügbar sein. Nach drei Jahren Entwicklungszeit arbeiten Plattner zufolge immer noch 3000 Spezialisten täglich an dem Programm, mit dem SAP zusätzliche Einnahmequellen bei kleineren mittelständischen Unternehmen erschließen will. Den Großteil seiner Geschäft macht SAP mit Großunternehmen.

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