Anwendungsbereich soll verstärkt werden
Oracle macht Druck bei Peoplesoft-Kauf

Oracle-Chef Jeff Henley will die seit über einem Jahr dauernde feindliche Übernahme des Wettbewerbers Peoplesoft bis Ende des Jahres zum Abschluss bringen. „Wenn die EU-Kommission zustimmen sollte und die von Peoplesoft zur Abwehr errichteten Übernahmehürden rasch beseitigt werden, kann es schnell gehen, vielleicht bis Ende dieses Jahres“, sagte Henley am Mittwoch in Bonn.

HB BONN. Oracle bietet seit Juni vergangenen Jahres für Peoplesoft und will damit den mit SAP konkurrierenden Anwendungsbereich verstärken. Die kartellrechtlichen Hürden hat der Softwareriese weitgehend gemeistert. Nachdem die US-Behörden vor einigen Wochen ihren Widerstand gegen die Übernahme aufgegeben haben, hat mittlerweile auch die EU-Kommission ihre grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Eine Entscheidung soll nun bis zum 9. November fallen.

Peoplesoft lehnt die Offerte bislang ab. Zwar musste der Architekt der Abwehrschlacht, Ex-Chef Craig Conway, vor einigen Tagen seinen Hut nehmen. Doch auch der neue Peoplesoft-Chef Dave Duffield – er ist Gründer von Peoplesoft und der Vorgänger von Conway – steht dem Angebot negativ gegenüber. „Die Situation auf Seiten Peoplesoft hat sich nicht geändert“, machte Henley deutlich.

Sorgen bereiten Henley vor allem die so genannten „Giftpillen“ des Kontrahenten. So garantiert Peoplesoft den Kunden hohe Zahlungen, falls es zu einem Eigentümerwechsel von Peoplesoft kommt. Diese liegen teilweise über den Lizenzgebühren, die die Unternehmen für die Nutzung der Programme zahlen. „Das macht uns nervös“, räumte Henley ein und ergänzte: „Diese Garantien, dessen Umfang wir nicht genau kennen, müssen wir bei unserer Bewertung berücksichtigen.“

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