Anzeigenflaute setzte Magazin zu
Gruner + Jahr stellt «Neues Wohnen» ein

Der Hamburger Großverlag Gruner + Jahr (G+J) wird das Einrichtungsmagazin «Neues Wohnen» Brancheninformationen zufolge aufgeben. Zehn Mitarbeiter würden ihren Job verlieren.

HB BERLIN. Das ehemalige DDR-Magazin «Neues Wohnen» wird bald nicht mehr erscheinen. Der Verlag Gruner + Jahr wird das Blatt einstellen, meldet der internationale Branchen-Nachrichtendienst «Kontakter». Demnach muss nur noch der Aufsichtsrat einem entsprechenden Vorstandsbeschluss zustimmen.

«Neues Wohnen», das bis 1990 unter dem Namen «Kultur im Heim» in der DDR erschien, war nach der Wende von Gruner + Jahr übernommen worden. Die Anzeigenflaute machte dem Blatt besonders stark zu schaffen – viel stärker, als anderen Titeln des Segments. Während «Neues Wohnen» mit dem Januar-Heft fast die Hälfte seiner Anzeigen verlor, legten Magazine wie «Schöner Wohnen» und «Zuhause Wohnen» zu. Nach einer Preissenkung im Frühjahr 2003 steigerte der Titel laut «Kontakter» seine Auflage zwar um gut 20.000 auf nun knapp 123.000 verkaufte Exemplare. Geholfen hat dies aber ebensowenig wie der Relaunch vom August 2002.

Von der Einstellung des Magazins sind dem Bericht zufolge knapp zehn Mitarbeiter betroffen. Der Verlag wollte die Meldung nicht kommentieren.

Für G+J bedeutet das Ende des Einrichtungsmagazins einen weiteren Rückschlag bei der Platzierung von Zeitschriftentiteln. In der vergangenen zwei Jahren waren bereits «Bizz», «Online Today» und «Marie Claire» aufgegeben worden.

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