ARD-Vorsitzende
Monika Piel hofft auf Verständnis der Zuschauer

Die Vorsitzende der ARD, Monika Piel, wirbt um Verständnis für den erhöhten Finanzbedarf der ARD von 2013-2016. Man liege damit deutlich unter der Inflationsrate und müsse deutliche Einsparungen vornehmen.
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Hamburg/KölnDie ARD-Vorsitzende Monika Piel hofft auf Akzeptanz bei den Zuschauern für die Forderung nach mehr Geldern aus den Rundfunkgebühren. „Ich glaube, die Zuschauer haben dafür Verständnis“, sagte Piel dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Jeder spürt am eigenen Portemonnaie, wie die Preise steigen, von Lebensmitteln bis zu Heizkosten. Das trifft uns genauso.“ Die ARD hat für die Jahre 2013 bis 2016 einen Bedarf von zusätzlich 900 Millionen Euro angemeldet. Das ZDF benötigt für diesen Zeitraum nach eigenen Berechnungen gut 400 Millionen Euro mehr.

Die ARD liegt laut Piel mit der jährlichen Steigerung von 1,1 Prozent bei der Bedarfsanmeldung deutlich unter der allgemeinen Preissteigerungsrate. Dies sei angesichts allgemein steigender Energiekosten und Gehälter nur aufgrund der enormen Sparanstrengungen möglich.

Der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF), Heinz Fischer-Heidlberger, hat die Hoffnungen der Sender auf eine Aufstockung der Finanzierung in diesem Umfang aber bereits gedämpft. „Die KEF wird einen wesentlich geringeren Bedarf feststellen“, hatte er am Freitag gesagt. Gegenwärtig erhalten ARD und ZDF etwa 7,5 Milliarden Euro pro Jahr vom Gebührenzahler.

Piel, die auch Intendantin des Westdeutschen Rundfunks ist, verwies auf erhebliche Einsparungen der Sender. „In den vergangenen vier Jahren haben wir 1,4 Milliarden Euro eingespart. Und für die nächsten vier wird das nach unseren Berechnungen wieder mehr als 1 Milliarde sein.“

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel sagte dem WDR: „Im Moment wissen alle nicht, wie hoch die Einnahmen 2013 bis 2016 sein werden.“ Sie bekräftigte ihre Einschätzung, dass der Rundfunkbeitrag 2013 und 2014 stabil bleiben wird. Piel betonte, die ARD sei mit der Bedarfsanmeldung den gesetzlichen Vorgaben gefolgt.

Die Details waren in dieser Woche von Medien veröffentlicht worden. Dadurch hätten „Spekulationen über eine mögliche Beitragssteigerung ins Kraut schießen“ können, sagte die ARD-Vorsitzende dem WDR. „Wahrscheinlich ist es auch nicht zufällig, wenn irgendjemand jetzt diese Vertraulichkeit gebrochen und den gesamten Bericht an die Öffentlichkeit gegeben hat.“

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Kommentare zu " ARD-Vorsitzende: Monika Piel hofft auf Verständnis der Zuschauer"

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  • Auch die öffentlich Rechtlichen unterliegen dem gleichen Phänomen wie alle anderen Institutionen bei denen viele in einen Topf einbezahlen und einige wenige sich aus diesem Topf bedienen dürfen. Wer hat es denn da nötig auf´s Geld zu achten? Und deshalb wir verprasst, verprasst und rausgeworfen wo es nur geht. Das gleiche Phänomen gibt es beim Arbeitsamt, bei den Krankenkassen und bei den öffentlichen Haushalten allgemein. Das sind ja griechische Verhältnisse! Nein ich stimme einer Gebührenerhöhung nicht zu!

  • Die Zuschauer haben eben kein Verständnis für eine Beitrags
    erhöhung. Richten Sie doch Ihre Ausgaben nach den Einnahmen, wie jeder normale Haushalt dies auch nuss.
    Ansonsten : SPAREN - SPAREN - SPAREN -
    Feundl. Gruß.

  • Die Frau reiht sich in die Riege derer ein, die den Blick für den Bürger vollkommen verlosren hat. Für die geballte Volksverdummung, die mit den Geldern der Bürger produziert wird, bin ich nicht bereit, noch mehr zu zahlen. Die ARD und das ZDF sollen endlich lernen zu sparen. Es gibt genügend Quelifizierte, die in der Lage wären, dieseen Sauhaufen zu durchforsten. Von den Politikern erwarte ich, dass sie diesem Treiben der Öffentlich Rechtlichen endlich die Grenzen aufzeigen.

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