Auch Netzwerkunternehmen betroffen
Nokia erhöht Zielvorgaben

Das Netzwerkunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) soll nach dem Willen von Nokia bis Ende 2009 seine Rendite kräftig steigern. Der finnische Handyhersteller will auch seine eigene Gewinnmarge steigern.

HB AMSTERDAM/MÜNCHEN. In zwei Jahren werde die gemeinsam mit Siemens betriebene Tochter eine operative Marge von zehn Prozent abwerfen, kündigte der finnische Mobilfunkgigant am Dienstag in Amsterdam an. Bereits im kommenden Jahr werde es mit der gebeutelten NSN aufwärts gehen.

Nokia erwartet zumindest ein kleines Wachstum des Markts für Telekommunikationsinfrastruktur. NSN peile an, stärker als der Gesamtmarkt zu wachsen, teilte Nokia mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Für das vergangene Quartal hatte NSN vor allem wegen hoher Sonderabschreibungen und Restrukturierungskosten einen Verlust von 120 Mill. Euro ausgewiesen. Allerdings betrug die operative Rendite selbst ohne die belastenden Einmaleffekte lediglich rund drei Prozent.

Nokia -Chef Olli-Pekka Kallasvuo hatte angekündigt, den Sparkurs bei NSN zu verschärfen. Siemens-Chef Peter Löscher hatte sich zuletzt unzufrieden über die Ergebnisse von NSN geäußert, aber zugleich beteuert, an dem Joint Venture festzuhalten.

Nokia strebt in den nächsten ein bis zwei Jahren eine höhere Gewinnmarge an. Die operative Marge solle bei 16 bis 17 Prozent liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im November 2006 hatte der Konzern für den Zeitraum von ebenfalls ein bis zwei Jahren eine Zielmarke von 15 Prozent genannt. Die Aktien des Unternehmens gaben dennoch zeitweise um 4,2 Prozent auf 26,40 Euro nach. "Die wirklich positive Überraschung fehlt bei Nokia“ sagte ein Händler.

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