Ausblick 2011
IT-Konzern Cisco enttäuscht die Anleger

Die Erwartungen waren hoch, die Realität ist weniger rosig: Der High-Tech-Konzern Cisco hat einen eher gedämpften Ausblick für das Jahr 2011 abgegeben. Probleme beim Absatz werden vor allem in Europa erwartet.
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HB NEW YORK. Der High-Tech-Konzern Cisco Systems hat Anleger mit einem schwachen Geschäftsausblick für 2011 erschüttert. Kurzfristig rechne Cisco in Europa mit Herausforderungen, sagte der in der Technologiebranche sehr anerkannte Cisco-Chef John Chambers am Mittwoch nach Börsenschluss. Dienstleister sowie öffentliche Auftraggeber könnten ihr Geld künftig stärker zusammenhalten und weniger ausgeben. Chambers stellte für kommendes Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum zwischen neun und zwölf Prozent in Aussicht.

Analysten hatten im Schnitt mit 13,1 Prozent gerechnet. Die Cisco-Aktie begab sich nach Bekanntgabe der Prognose nachbörslich auf Talfahrt und brach um 14 Prozent ein. Im Sog gaben weitere Technologiewerte nach. Microsoft-Aktien verloren 1,6 Prozent, IBM-Anteilsscheine büßten 1,2 Prozent ein und Intel-Scheine verbilligten sich nach US-Börsenschluss um 2,1 Prozent.

Im abgelaufenen zweiten Quartal profitierte der weltgrößte Netzwerkausrüster vom wachsenden Datenverkehr im Internet und steigerte seinen Umsatz um 19 Prozent auf 10,75 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn legte um gut fünf Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt mit diesen Ergebnissen gerechnet. Cisco konnte unter anderem von der wachsenden Zahl von Smartphones wie dem iPhone von Apple profitieren, die Mobilfunkbetreiber zu einem Ausbau ihrer Netze zwingen, um den höheren Datenverkehr zu bewältigen.

Trotz dieser positiven Signale hatte sich Chambers bereits im August skeptisch gezeigt und vor einer „ungewöhnlichen Unsicherheit“ unter den Kunden gewarnt. Cisco gilt wegen seiner breiten Aufstellung als Indikator für die gesamte Branche.

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