Ausschüttung geplant
Lanxess nach operativem Ergebnissprung optimistisch

Nach einem operativen Ergebnissprung 2007 hat sich der Spezialchemiekonzern Lanxess trotz der Abschwächung in den USA für das laufende Jahr optimistisch gezeigt. Das Unternehmen konnte den Rückgang durch Wachstum andernorts ausgleichen.

dpa-afx DÜSSELDORF. Lanxess sei "gut" in das neue Jahr gestartet, sagte Konzern-Chef Axel Heitmann am Dienstag in Düsseldorf laut vorab verbreitetem Redetext. Die Nachfrage sei unverändert stark. Auch die Verfügbarkeit und die Auslastung der Anlagen sei gut. Der Umsatz solle 2008 portfoliobereinigt steigen. Das ursprünglich für 2009 angepeilte Ziel einer Marge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und vor Sondereinflüssen auf dem durchschnittlichen Niveau der Wettbewerber solle weiter bereits 2008 erreicht werde. Das kräftige Wachstum in Asien, Lateinamerika und Osteuropa gleiche die Abschwächung in den USA aus. Eine konkretere Ergebnis-Prognose werde bei Bekanntgabe der Zahlen zum ersten Quartal genannt.

Grund für den operativen Gewinnsprung sei die weiter robuste Chemiekonjunktur und Kostensenkungen. 2007 legte das Ebitda und vor Sondereinflüssen um 6,5 Prozent auf 719 Mill. Euro zu. Der Konzern lag damit am oberen Rand der eigenen Prognose und übertraf die Erwartungen der von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten leicht. Der Umsatz ging unterdessen insbesondere wegen des schrittweisen Verkaufs des ertragsschwachen und stark zyklischen Lustran-Geschäfts weitgehend wie erwartet um 4,8 Prozent auf 6,608 (6,944) Mrd. Euro zurück. Währungs- und Portfoliobereinigt ergab sich hingegen ein Plus von fünf Prozent. Die befragten Experten. hatten mit 6,585 Mrd. Euro einen nur etwas geringeren Umsatz erwartet. Die Ebitda-Marge (vor Sondereinflüssen) erhöhte sich auf 10,9 (Vorjahr 9,7) Prozent.

"Wir haben uns der Profitabilität der Wettbewerber weiter angenähert", sagte Konzern-Chef Axel Heitmann laut vorab verbreitetem Redetext. Dies zeige, dass der Konzern die Wende endgültig geschafft habe. Die Ebitda-Marge der Wettbewerber lag 2007 den Angaben zufolge zwischen zwölf und 14 Prozent. Rund drei Viertel der Lanxess-Umsätze seien mit einer Ebitda-Marge von über zehn Prozent inzwischen profitabel. Das entspreche im Vergleich zum Start 2004 einer Verdreifachung. Der Umsatzanteil von Geschäften mit einer Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen von weniger als fünf Prozent sei von rund 40 Prozent inzwischen auf rund fünf Prozent gesunken. Dazu habe auch der Verkauf des Lustran-Geschäfts beigetragen. Über das Jahr betrachtet habe Lanxess 2007 die gestiegenen Rohstoffkosten vollständig an die Kunden weitergegeben, hieß es. Auch für das laufende Jahr rechnet Heitmann mit hohen und stark schwankenden Rohstoffkosten. Auch dürfte die insbesondere für die erste Jahreshälfte noch zu erwartende Dollar-Schwäche das Ebitda belasten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und vor Sondereinflüssen kletterte 2007 um 12,1 Prozent auf 472 Mill. Euro. Die befragten Experten waren von 466 Mill. Euro ausgegangen. Unter dem Strich wies der Konzern allerdings einen etwas geringeren Gewinn als erwartet aus. Der Überschuss ging insbesondere wegen Sonderbelastungen unter anderem für das Lustran-Geschäft sowie weitere Restrukturierungen auf 112 (197) Mill. Euro zurück. Die Analysten hatten mit 114 Mill. Euro gerechnet.

Der Hauptversammlung solle eine Dividende von 1,00 (Vorjahr 0,25) Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Die befragten Experten hatten dies im Schnitt erwartet. 2006 hatte die Anfang 2005 abgespaltene ehemalige Bayer-Tochter eine eher symbolische Einstandsdividende ausgeschüttet. Die höhere Dividende solle die neu gewonnene Ertragsstärke des Unternehmens zum Ausdruck bringen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%