Bastei Lübbe
Umbau kostet Medienhaus Gewinn

Der Verlag Bastei Lübbe wandelt sich zum digitalen Medienhaus. Dieser Umbau hat im abgelaufenen Geschäftsjahr allerdings den Gewinn belastet. Der Überschuss schrumpfte um mehr als 22 Prozent.

KölnDie börsennotierte Bastei Lübbe AG kommt beim Umbau zu einem internationalen und digitalen Medienhaus zügig voran, muss aber eine Durststrecke durchlaufen. Im Geschäftsjahr 2015/2016, das Ende März abgelaufen war, schrumpfte der Nettogewinn des Kölner Verlags um mehr als 22 Prozent auf 7,9 Millionen Euro. Bei der Bilanzvorlage am Mittwoch in Köln sprach Vorstandschef Thomas Schierack dennoch von „soliden Ergebnissen in einem Übergangsjahr“.

Strategisch habe Bastei Lübbe mit dem Wandel zu einem international agierenden Medienhaus Fortschritte erzielt, das digitale Geschäft stehe auf einem starken Fundament. Zukäufe seien erfolgreich weiterentwickelt worden, betonte Schierack. Dabei hob er vor allem die Beteiligungen des Unternehmens an Plattformen wie BookRix (Selfpublishing) und oolipo (Streaming) hervor. Über alle Kanäle könne Bastei Lübbe nun seine Verlagsinhalte crossmedial verwerten.

Rückläufig waren im vergangenen Geschäftsjahr neben den Gewinnen auch die Umsatzerlöse, die sich um 7 Prozent auf 102,5 Millionen Euro verringerten. Davon entfiel rund ein Viertel auf das digitale Geschäft. Das Segment Buch bleibt weiterhin mit 48 Millionen Euro die bei weitem größte Sparte. Ursache für die Umsatzeinbußen seien unter fehlende Erlöse der Tochterfirma Daedalic Entertainment, die nach einer Reduktion des Anteils auf unter 50 Prozent nicht mehr in die Bilanz berücksichtigt wurde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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