Bearbeitung von Störungen
Telekom-Rivalen beklagen Streik

Der Verband der Telekom-Konkurrenten beklagt die negativen Auswirkungen der Streiks beim Bonner Ex-Monopolisten auf seine Mitgliedsunternehmen. Vor allem bei der Beseitigung von Störungen komme es zu starken Verzögerungen, hat eine Umfrage des Verbands von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) unter 50 Mitgliedsunternehmen ergeben. Aber auch Kunden, die ihren Anschluss bei der Telekom kündigen und zu einem Wettbewerber wechseln wollen, müssten wesentlich länger warten.

lou DÜSSELDORF. Die Telekom-Wettbewerber mieten die letzten Meter Kabel bis in die Wohnzimmer ihrer Kunden von der Deutschen Telekom. Treten auf dieser Strecke Störungen auf, muss der Bonner Konzern sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden beseitigen. Derzeit dauere es aber deutlich länger, heißt es beim VATM. Die Zahl nicht bearbeiteter Störungen habe sich in Einzelfällen verdreifacht.

Auch Kunden, die ihren Anschluss bei der Telekom kündigen und zu einem Wettbewerber wechseln wollen, müssten wesentlich länger warten als die üblichen sieben Tage, bis die Telekom sie für den Konkurrenten freigeschaltet hat, beklagt der VATM: „In vielen Fällen werden seitens der Telekom überhaupt keine Bereitstellungstermine mehr genannt oder bereits zugesicherte Termine mehrfach nach hinten geschoben.“ Ein Sprecher des Verbands räumte jedoch ein, dass die Auswirkungen je nach Region sehr unterschiedlich seien. So bemerkten einige Wettbewerber überhaupt keine Folgen der Arbeitsniederlegungen.

Die Telekom räumt ein, dass der Streik vor allem die Bearbeitung von Störungen und die Schaltung von neuen DSL-Anschlüssen beeinträchtigt. Der Grund: In diesem Bereich sind nur gut ein Drittel der Beschäftigten Beamte, die nicht streiken dürfen. In anderen Bereichen wie den Callcentern sind die Hälfte der Mitarbeiter Staatsdiener – deswegen zeige der Streik dort kaum Folgen.

Auch die Auswirkungen beim technischen Service bezeichnet Telekom-Festnetzchef Timotheus Höttges als vergleichsweise gering. So müssen Telekom-Kunden, derzeit sechs bis acht Tage statt wie bisher drei bis fünf Tage auf einen neuen DSL-Anschluss warten.

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