Beliebter Dienst
20 Millionen Deutsche nutzen WhatsApp

Nur Facebook ist beliebter: Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland bleiben über WhatsApp in Verbindung. Damit wächst das US-Unternehmen rasant – trotz aller Kritik.
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DüsseldorfDer Mitteilungsdienst WhatsApp gewinnt weiter rasant an Popularität: Das US-Startup hat nach eigenen Angaben inzwischen 300 Millionen Nutzer, davon mehr als 20 Millionen in Deutschland. Sie verschickten täglich elf Milliarden Nachrichten, erklärte das Unternehmen gegenüber dem US-Blog All Things D.

Damit hat WhatsApp die Nutzerzahl binnen weniger Monate um rund 50 Prozent gesteigert. Im Frühjahr sprach das Unternehmen von rund 200 Millionen Nutzern, die mindestens einmal im Monat aktiv sind. Auch diverse Sicherheitslücken und der sorglose Umgang mit Nutzerdaten konnten den Boom nicht stoppen.

Seine relativ simple App erweitert das Unternehmen jetzt: Nutzer können per Mikrofon auch Sprachnachrichten aufnehmen und verschicken. Das sei etwa bei Sprachen sinnvoll, deren Zeichen man nicht gut auf dem Smartphone-Bildschirm tippen kann, sagte WhatsApp-Chef Jan Koum – zum Beispiel Russisch. Die Funktion wird in den nächsten 24 Stunden eingeführt und soll in den Anwendungen für alle Betriebssysteme verfügbar sein.

WhatsApp dient vielen Smartphone-Nutzern als billiger Ersatz für die SMS und höhlt inzwischen auch die Kommunikationsfunktionen der Sozialen Netzwerke aus. Der Erfolg hat auch mit den geringen Kosten zu tun: Die Nachrichten werden über eine Internet-Verbindung gesendet, für die viele Nutzer eine Flatrate haben. Für die App selbst werden 99 Cent im Jahr fällig, für Android-Nutzer ist das erste Jahr kostenlos. Werbung lehnt das Unternehmen ab.

Der Markt für Messaging-Dienste ist allerdings umkämpft. Technologie-Riesen wie Facebook und Apple wie auch diverse Startups kämpfen um die Nutzer. Die Mobilfunkanbieter wollen mit dem eigenen Dienst Joyn, der künftig auf allen Geräten funktionieren soll, eine Alternative bieten.

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Der Unterschied zwischen dem Verhalten bei what´s app oder Facebook und der Aufregung um NSA usw. ist der gleiche wie der zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung: Die meisten interessieren die Überwachungsmöglichkeiten kaum und viele der, die es interessiert, müssen täglich Zeitungsseiten, Fernsehbildschirme oder Radioproramme füllen...

  • Das mit den Fake-Accounts und verbummelten Passwörtern mag für die sozialen Netzwerke ja gelten. Bei WhatsApp ist der Account allerdings an die Mobilfunknummer gebunden. Die verbummelt man nicht und für ein Fake extra eine Nummer beantragen wird auch nicht der Regelfall sein; ist ja doch etwas umständlicher. ;)

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