Bertelsmann bestätigt
EU-Kommission billigt Musikfusion BMG Sony

Die geplante Fusion seiner Musiksparte BMG mit der von Sony zum weltweit zweitgrößten Musikproduzenten ist nach Angaben des Medienskonzerns Bertelsmann von der Europäischen Kommission ohne Auflagen genehmigt worden.

HB GÜTERSLOH. Bertelsmann begrüßte in einer Erklärung am Montagabend den Beschluss der Kommission. „Wir werden jetzt die Transaktion abschließen und uns auf die erfolgreiche Integration der beiden Unternehmen konzentrieren“, erklärte Rolf Schmidt-Holtz, Chairman und CEO von BMG. Die Entscheidung der Kommission war für Dienstag erwartet worden.

Die Europäische Kommission habe an diesem Montag entschieden, die geplante Fusion der Tonträgersparten von BMG und Sony Music zu genehmigen, teilte Bertelsmann mit. „Wir sind erfreut, dass die Europäische Kommission das Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG ohne Auflagen genehmigt hat.“ BMG und Sony arbeiteten weiterhin eng zusammen mit der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission und seien optimistisch, dass dort ebenfalls in allernächster Zukunft eine abschließende Entscheidung ergehen werde.

Die EU-Kommission prüfte seit Februar den geplanten Zusammenschluss von Sony Music und BMG. Sie hatte bis zum 22. Juli Zeit für eine Entscheidung. Die Wettbewerbsbehörde hatte ihre detaillierte Prüfung des Falles damit begründet, dass die Töchter des deutschen Konzerns Bertelsmann und des japanischen Elektronik-Konzerns Sony bei einer Fusion eine beherrschende Marktstellung erlangen könnten.

Unabhängige Musikproduzenten hatten von der Europäischen Union (EU) ein Verbot der geplanten Fusion gefordert, da die fünf größten Konzerne bereits rund 80 Prozent des Weltmarktes kontrollierten. Sie fürchteten, dass die Wettbewerbssituation durch einen Zusammenschluss von BMG und Sony Music weiter verschlechtern wird, weil die Gefahr von Preisabsprachen wachse. Die beiden Musik-Verlage haben Künstler wie Pop-Star Britney Spears oder Shakira unter Vertrag und vermarkten Klassiker wie Elvis Presley.

Bertelsmann und Sony Music hatten ihren Willen zum Zusammenschluss mit wirtschaftlichen Zwängen begründet, da sich die Konkurrenzsituation durch alternative Medien wie DVDs, das Internet oder Mobiltelefone verschärft habe. Die Branche leidet eigenen Angaben zufolge erheblich unter illegalen Raubkopien von Musik-Produktionen.

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