Bertelsmann
Endrunde um Übernahme von BMG eingeläutet

Bertelsmann erwartet einen höheren Preis für den Verkauf seines BMG Musikverlagsgeschäfts. Unternehmenskreise und Analysten gehen davon aus, dass die Trennung von der BMG Music Publishing mehr als die bisher erwarteten 1,5 Mrd. Euro bringt.

hps DÜSSELDORF. Analyst Alexander Ivanovitch von der Investmentfirma Bryan Garnier sprach gestern von annähernd 1,6 Mrd. Euro. In der Endrunde im Bieterwettbewerb stehen derzeit die Medienkonzerne Viacom, Warner Music und Universal Music. Das berichtet das „Wall Street Journal“. Bei Bertelsmann heißt es nur: „Kein Kommentar.“

Europas größter Medienkonzern kann das Geld gut gebrauchen. Denn Bertelsmann muss den Rückkauf des Aktienpakets vom belgischen Finanzmagnaten Albert Frère in Höhe von 4,5 Mrd. Euro finanzieren. Liz und Reinhard Mohn hatten im Frühjahr entschieden, die Anteile zurückzukaufen, um zu verhindern, dass sie an die Börse gebracht werden.

Nach Informationen des WSJ bietet Viacom zusammen mit dem Finanzinvestor Apollo und dem früheren BMG-Manager Strauss Zelnick. Warner Music agiert zusammen mit den Finanzinvestoren Providence, Bain und Thomas H. Lee. Providence und Bain sind auch der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 beteiligt. Universal Music bietet allein. Ob der Musikkonzern EMI mit dem Finanzinvestor KKR bietet, blieb gestern unklar.

Bertelsmann will sich bis Ende September entscheiden. In Gütersloh ist von einer „guten Hand voll Kaufinteressenten“ die Rede. Mit Spannung wird Halbjahresbilanz von Bertelsmann erwartet. Voraussichtlich wird Vorstandschef Gunter Thielen zum Verkauf des BMG Musikverlags Stellung nehmen.

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