Bis Ende 2004 auch Muttergesellschaft nicht mehr insolvent
Senator-Töchter aus Insolvenz entlassen

Die Sanierung der insolventen Berliner Filmfirma Senator Entertainment schreitet voran. Durch den bevorstehenden Einstieg der Deutschen Bank sind inzwischen alle Tochterfirmen aus ihren Insolvenzverfahren entlassen.

HB BERLIN. „Damit sind nunmehr sämtliche in den Kernbereichen tätigen Konzerngesellschaften wieder voll handlungsfähig“, teilte die Firma am Donnerstag mit. „Bis Ende des Jahres wird auch die Muttergesellschaft aus der Insolvenz entlassen werden“, erklärte Insolvenzverwalter Rolf Rattunde.

Unternehmensangaben zufolge hob das zuständige Insolvenzgericht die Insolvenzverfahren für die Senator Film Produktion GmbH und die Senator Film Verleih GmbH auf. Die Deutsche Bank als künftige Hauptaktionärin habe beide Töchter aus der Mithaft für die Schulden des Konzerns entlassen. Damit seien beide Gesellschaften entschuldet und verfügten über ausreichende liquide Mittel, erläuterte Rattunde. Die Tochtergesellschaft Central Film Vertriebs GmbH sei bereits vor zwei Wochen aus dem Insolvenzverfahren entlassen worden.

Senator hatte mit Filmen wie „Das Wunder von Bern“ und „Good Bye Lenin!“ große Kinoerfolge gefeiert, musste aber wegen massiver Abschreibungen auf das Filmvermögen Insolvenz anmelden. Mit dem geplanten Einstieg der Deutschen Bank als Hauptaktionärin soll die bilanzielle Überschuldung des Unternehmens beseitigt werden.

Die im geregelten Markt notierten Aktien von Senator lagen am Donnerstagnachmittag knapp sieben Prozent im Plus bei 1,71 Euro.

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