Blackberry-Chef
John Chen will Gesetz gegen App-Diskriminierung

Die meisten Apps gibt es heute für Apples iPhones und Smartphones mit dem Android-System von Google. Blackberry-Chef John Chen hat genug und fordert eine gesetzliche Regelung.
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WaterlooDer in Bedrängnis geratene Smartphone-Pionier Blackberry will, dass App-Entwickler per Gesetz gezwungen werden, auch Betriebssysteme mit kleinen Marktanteilen zu unterstützen. Nutzer von Blackberry-Geräten würden aktuell diskriminiert, erklärte Konzernchef John Chen in einem Blogeintrag am späten Mittwoch. Viele Apps seien aktuell nur für Apples iPhones und Googles Android-Geräte verfügbar. Das habe ein Zwei-Klassen-System geschaffen.

Bei den gesetzlichen Regelungen zur sogenannten Netzneutralität müsse App-Anbietern deshalb „verboten werden, auf Basis des Betriebssystems des Nutzern zu diskriminieren“, forderte Chen. Er schrieb auch einen Brief an die zuständigen Ausschüsse im US-Kongress.

Viele vor allem kleinere App-Entwickler scheuen die Mühe, Plattformen mit kleinen Marktanteilen zu bedienen. Der Smartphone-Markt wird aktuell von Googles Android-System und Apples iOS beherrscht.

Der Blackberry-Chef spricht ein akutes Problem seiner Firma an: Das schmale App-Angebot gilt schon lange als große Schwäche kleinerer Smartphone-Plattformen. Es ist eine Art Teufelskreislauf: Kunden bleiben deswegen fern, und die niedrigen Nutzerzahlen schrecken die App-Entwickler ab.

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