Blackberry-Hersteller
RIM attackieren Apple mit neuem Musikdienst

Blackberry-Hersteller RIM darf nicht noch stärker den Anschluss an Apple und Google verlieren. Mit einem neuen Online-Musikdienst greifen die Kanadier nun bei den beliebten Online-Services an.
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TorontoDer ins Hintertreffen geratene Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) will mit einem neuen Online-Musikdienst den Platzhirsch Apple angreifen. Nutzer können künftig Songs mit anderen Abonnenten teilen und im Gegenzug auf deren Lieder zurückgreifen. In einem ausgewählten Zirkel können Blackberry-Kunden in Kanada, Großbritannien und den USA den Service bereits nutzen, teilte RIM mit. Im Laufe des Jahres soll der Dienst dann für rund 4,99 Dollar monatlich abonniert werden können.

Auch in Deutschland soll das Angebot auf den Markt kommen. Für die Monatsgebühr wird den Kunden ermöglicht, ihrer Musiksammlung bis zu 50 Lieder hinzuzufügen. Das Gesamtangebot umfasse etwa zehn Millionen Songs. Der Musikdienst wird Teil des bereits existierenden BBM-Service, über den Nachrichten, Bilder und Daten übertragen werden können. Dieses kostenlose Angebot zählt rund 45 Millionen Nutzer - mehr als zwei Drittel verwenden es täglich.

Die Kanadier haben Lizenzabkommen mit wichtigen Musikkonzernen wie Universal von Vivendi , Sony Music und Warner Music geschlossen. RIM kämpft mit allen Kräften darum, nicht noch stärker den Anschluss an Apples iPhone und iPad sowie Googles erfolgreiche Android-Software zu verlieren. Die Rivalen haben RIM zuletzt deutlich abgehängt - auch, weil sie sich mehr auf die Privatkunden konzentriert haben. Mit dem neuen Angebot will RIM nun stärker auf die immer gefragteren sozialen Online-Dienste setzen.

Einem Medienbericht zufolge plant RIM, künftig bei neuen Smartphones Android zu nutzen. Auch die neuere Version des Tablet-Computers Playbook könne mit dem Betriebssystem von Google laufen, berichtete Bloomberg.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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