Blendle kommt nach Deutschland
Online-Dienst verkauft einzelne Zeitungsartikel

Der Online-Dienst Blendle will den Einzelkauf von Zeitungsartikeln auf dem deutschen Markt etablieren. 33 Zeitungen und Magazine sind zum Start dabei. In den Niederlanden hat Blendle bereits mehr als 300.000 Nutzer.
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BerlinDer niederländische Online-Dienst Blendle, bei dem man einzelne Artikel aus Zeitungen und Magazinen kaufen kann, kommt nach Deutschland. Zum Start sind 37 Medien dabei. Dazu gehören die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Welt“, die „Bild“, „Die Zeit“ sowie „Der Spiegel“ und „Stern“, wie Blendle am Dienstag bekanntgab.

„Wir glauben, dass Menschen grundsätzlich durchaus bereit sind, kleinere Beträge für Inhalte im Netz zu bezahlen, wenn man es ihnen einfach macht“, sagte Mitgründer und Chef Marten Blankesteijn der Deutschen Presse-Agentur. Das habe sich etwa auch bei den Song-Downloads auf Apples iTunes-Plattform gezeigt.

Blendle war im Frühjahr 2014 in den Niederlanden gestartet und gewann dort bisher über 300.000 Nutzer. Sie kauften im Schnitt 10 bis 15 Artikel pro Monat, sagte Blankesteijn. Etwa zwei Drittel der Kunden seien im Alter unter 35 Jahren. Das ist eine Zielgruppe, die für Printmedien schwieriger zu erreichen ist.

Nutzer können bei Blendle Ausgaben der Medien Seite für Seite durchblättern, lesbar sind dabei allerdings nur die Überschriften. Will man den gesamten Artikel lesen, muss man zahlen. Der Preis wird von den Verlegern selbst festgelegt und wird meist nach Länge gestaffelt. So will etwa die „New York Times“ 19 Cent pro Artikel und der „Economist“ 79 Cent für längere Texte.

War man mit einem Artikel unzufrieden, bekommt man das Geld zurück, wie Blankesteijn sagte. „Heute haben viele Artikel reißerische Überschriften und einen schwachen Inhalt - aber bei den Medien gilt die hohe Zahl der Klicks trotzdem als Erfolg, auch wenn die Leser unzufrieden sind“, kritisierte er. Mit solchen Daten von Blendle bekämen die Medien ein ehrliches Feedback. Öffentlich sichtbar werden die Informationen über Artikel-Rückgaben aber nicht sein und es werde Einschränkungen geben, wie oft ein Nutzer einen Kauf reklamieren könne.

Die Medien erhalten zudem anonymisierte Informationen über ihre Leserschaft - etwa den Anteil von Männern und Frauen und die Altersgruppen. Personifizierte Daten sollen in keinem Fall geteilt werden.

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Online-Dienst verkauft einzelne Zeitungsartikel

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Viele Regionalzeitungen sind dabei

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