Bonitätsnote
S&P sieht Rating der Telekom in Gefahr

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sieht in den Geschäftszahlen und -planungen der Deutschen Telekom Risiken für deren Bonitätsnote. Das Verhältnis der bereinigten Verschuldung zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei mit 3,2 höher als es für das „A-“Rating angemessen wäre.

HB FRANKFURT. Die Analysten sind skeptisch, dass die Kennziffer wie von ihnen erwartet in diesem Jahr unter den Wert von 3,0 fallen wird.

Wenn die Verschuldung von 57,4 Mrd. Euro 2008 stabil bliebe, müsste das um Sondereffekte bereinigte Ebitda sich um 1,3 Mrd. Euro verbessern, rechnet S&P in einer Studie vor. Im vergangenen Jahr lag es bei 19,3 Mrd. Euro. Wenn das Ebitda stabil bliebe, was Vorstandschef Rene Obermann erwartet, müsste die Verschuldung um mindestens vier Mrd. Euro sinken.

Konkrete Warnungen vor einer Herabstufung verbanden die Kreditanalysten von S&P mit der Erklärung nicht. Die Agentur werde aber die Strategie und die finanzielle Ziele des Telekomriesen weiter beobachten und mit dem Management darüber in den nächsten Monaten sprechen, "was entscheidend für die Ratingentwicklung sein" werde.

Das Wachstum des Ebitda sei - wie schon 2007 - auch durch den schwachen Dollar gefährdet, da die Telekom einen erfolgreichen Teil ihres Mobilfunkgeschäfts in den USA betreibt. In Deutschland werde es zunehmend schwierig, die Erosion der Festnetzanschlüsse durch Zuwächse im Breitbandgeschäft (DSL) auszugleichen, weil sich das Marktwachstum dort abschwächen werde, heißt es in der Studie.

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