Bundesliga
Commerzbank soll für Kirch bürgen

Bisher hat Leo Kirch noch nicht gesagt, welche Bank ihm bei seinem Milliarden-Deal mit der Deutschen Fußball-Liga als Bürge beisteht. Ein Medienbericht verweist erneut auf die Commerzbank, die bereits seit Tagen als Kandidat genannt wird. Doch die Bank schweigt.

HB FRANKFURT. Ein Magazinbericht hat Spekulationen über den Bürgen für Leo Kirchs Milliarden-Fußball-Geschäft neue Nahrung gegeben. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtete am Samstag vorab unter Berufung auf Finanzkreise, die Commerzbank bürge für das Geschäft Kirchs mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Die Bankgarantie koste pro Saison rund eine Million Euro. Ein Commerzbank-Sprecher wollte sich am Samstag nicht zu dem Bericht äußern. In Branchenkreisen hieß es allerdings, es gebe keine solche Vereinbarung.

Schon in der vergangenen Woche war die Commerzbank als Bürge Kirchs genannt worden. Der vor einigen Jahren mit seinem Firmenimperium gescheiterte Medienunternehmer hatte sich in der vergangenen Woche für drei Milliarden Euro die Übertragungsrechte für sechs Spielzeiten der Fußball-Bundesliga gesichert, um sie weiter zu vermarkten. Nach dem Vertrag muss Kirch eine Bankbürgschaft über die von ihm garantierten Einnahmen von 500 Millionen pro Saison vorlegen.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagte der „Wirtschaftswoche“ laut Vorabmeldung, ein „international renommiertes Finanzinstitut“ werde die Erlösgarantie geben. Die Kirch-Firma Sirius werde „rechtzeitig“ bekanntgeben, um welche Bank es sich handelt.

Der Vorstandsvorsitzende des Hamburger Sportvereins (HSV), Bernd Hoffmann, kritisierte die Entscheidung der DFL scharf, Kirch als Vermarkter einzuschalten. „Ich hätte eine Menge Sympathie dafür, alles selbst auszuverhandeln“, sagte Hoffmann der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe). „Ich halte es für komplett falsch, einen Entschluss dieser Tragweite in solcher Eile durchzuziehen“, fügte er an. Die Vertreter der Clubs seien nicht ausreichend informiert worden. Zudem sei die Laufzeit des Vertrages mit Kirch bis 2015 viel zu lang. Auch sei das Bürgschaftsthema nicht richtig durchgesprochen worden.

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