Bundesliga über Satellit und Kabel geplant
Premiere-Chef Kofler stichelt weiter

Das Gerangel um die Live-Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga findet kein Ende. Premiere-Chef Georg Kofler will die Kooperation mit der Deutschen Telekom bei der Übertragung über das Internet auf Kabel und Satellit ausweiten. Arena-Chef Dejan Jocic ist bereits auf der Hut.

HB KÖLN. „Wir dürfen das“, sagte Kofler am Montag der Nachrichtenagentur Reuters in Köln und betonte, er scheue dabei auch eine eventuelle gerichtliche Auseinandersetzung mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und dem Fernsehrechteinhaber Arena nicht. „Telekom und Premiere haben immer deutlich gemacht, dass in der Ausschreibung steht, im IP-Standard kann Bild auch über Kabel und Satellit übertragen werden.“ Spätestens noch während der Fußball-Weltmeisterschaft müsse Premiere Klarheit haben, um dann auch rechtzeitig für das Angebot werben zu können.

Arena auf der anderen Seite will notfalls gegen Telekom-Premiere-Kooperation vorgehen. Geschäftsführer Dejan Jocic will als Inhaber der Rechte die neue Kooperation zwischen Telekom und Premiere genau beobachten: “Solange sie Briefmarken-Fernsehen übers Internet machen, berührt uns das nicht. Falls Telekom und Premiere aber unsere exklusiven Rechte tangieren, werden wir selbstverständlich juristisch gegen sie vorgehen.“

Vorigen Freitag hatte Premiere zunächst mit der Telekom vereinbart, die Bundesliga über die schnellen Internetverbindungen der Telekom in die Haushalte zu bringen. Sein Unternehmen führe aber weitere Gespräche mit der Telekom, um die im neuen Internet-Fernsehstandard IP-TV produzierten Spiele auch über Satellit und Kabel zu übertragen, sagte Kofler.

Arena, eine Tochter des Kabelanbieters Unity Media, hatte für über 200 Mill. Euro die exklusiven Live-Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga erworben, während die Telekom für 50 Mill. Euro die Internet-Rechte erhielt. Arena hat damit gedroht, bei Verletzung seiner exklusiven Live-Fernsehrechte gegen Telekom und Premiere rechtliche Schritte einzuleiten.

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