Bundesliga-Übertragung
Arena öffnet sich für kleine Kabelbetreiber

Der Bundesligasender Arena wird wohl bald überall in Deutschland per Kabel zu sehen sein. Wie ein Sprecher des Satellitenbetreibers Eutelsat am gestrigen Dienstag sagte, verzichtet der Arena-Kooperationspartner auf die Mindestgarantien, die viele unabhängige Kabelnetzbetreiber von einer Vertragsunterzeichnung für die Einspeisung des Programms abgehalten hatte.

Reuters FRANKFURT. Nach den zahlreichen Vertragsabschlüssen sei die Reichweite des Programms bereits so hoch, dass Eutelsat nicht mehr darauf angewiesen sei. Der Verzicht auf die Garantien gelte für alle Kabelnetzbetreiber und damit auch für die bereits geschlossenen Verträge.

Bis zum Wochenende seien mehr als 30 Verträge mit kleinen Kabelnetzbetreibern unterzeichnet worden, sagte er. „Wir rechnen damit, dass noch mehr Verträge hinzu kommen und die Lücken im Kabelnetz geschlossen werden könnten“, sagte der Eutelsat-Sprecher. Das Arena-Signal erreicht unabhängige Kabelnetzbetreiber über Satellit. Lokale Versorger, Wohnungsbaugesellschaften und überregional tätige Firmen wie Ewt, die über einen direkten Zugang zu den Haushalten verfügen, sollen das Signal kabeltauglich machen und in ihre Netze einspeisen. Ewt hatte bereits einen Vertrag mit Eutelsat unterzeichnet. Das Arena-Angebot wird neben anderen Programmen digital und verschlüsselt über die Eutelsat-Plattform Kabelkiosk verbreitet.

Der Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK) hatte erklärt, dass einigen Kabelbetreibern die geforderten Garantiezahlungen zu hoch sein könnten. Auch die Landesmedienanstalten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kritisierten, dass die Garantiezahlungen die finanziellen Möglichkeiten der Netzbetreiber vielfach überstiegen. Gerade im Osten Deutschlands gebe es viele kleinere Kabelnetze, die von Gemeinschaften und Vereinen betrieben würden. Sie könnten auch ein Kundenmanagement in der gewünschten Form gar nicht leisten.

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