Chancen liegen im Server-Markt und der Telekommunikation
Intel sieht kurzfristig kein Erholungspotenzial

Der Chef des weltgrößten Chipherstellers, Craig Barret, sieht kurzfristig noch keinen Silberstreif am Horizont der Technologiebranche. „Wir erwarten für dieses Quartal, dass es ähnlich ausfällt wie das vorhergehende und die letzten paar Jahre“, sagte Barret der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe).

HB/dpa MÜNCHEN. „Jedes Mal, wenn wir Hoffnung schöpfen, kommt der Irakkrieg, (die Lungenkrankheit) SARS oder irgendeine andere Herausforderung“, sagte der Konzernchef. „Wir rutschen nicht ab, aber wir können auch keinen Aufschwung versprechen.“

Intel habe in den vergangenen drei Jahren Milliardenbeträge in neue Kapazitäten und die Modernisierung von Technologien gesteckt. „Deshalb werden wir schneller als der Branchendurchschnitt wachsen, wenn die großen Märkte wieder anfangen, in ihre IT-Infrastruktur zu investieren“, sagte Barret.

Langfristig erwartet Barrett, dass die Wachstumsrate in der Chipbranche sinkt, aber vermutlich zweistellig bleiben wird. Große Wachstumschancen sieht der Unternehmenschef vor allem außerhalb des PC-Marktes, den Intel zu 80 Prozent beherrsche. „Auf dem Servermarkt gibt es Chancen, bei der drahtlosen Datenübertragung und in der Telekommunikation.“

Entscheidend sei jedoch, dass sich das Geschäft mit den Unternehmenskunden wieder erhole. Bisher seien nur auf einigen großen asiatischen Märkten die Aussichten für die Computerindustrie eindeutig auf Expansion gestellt. „In Ländern wie China, Russland und

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