China-Expansion belastet
Tele Atlas sieht weiter rot

Der niederländische Anbieter digitaler Landkarten steckt weiter in den roten Zahlen. Beim Umsatz konnte Tele Atlas im dritten Quartal aber deutlich zulegen.

HB FRANKFURT. Wegen Kosten für die Expansion in China fiel der Verlust des im Technologie-Index TecDax gelisteten Unternehmens unter dem Strich höher als im Vorjahresquartal aus. Der Geodaten-Anbieter verbuchte laut einer Mitteilung von Montag von Juli bis September ein Umsatzplus von 29 Prozent auf 65 Millionen Euro. Dazu habe in Europa insbesondere der Bereich Personal Navigation beigetragen, in Nordamerika außerdem das Segment Automotive Navigation. Bei Navigationssystemen für Autos kooperiert Tele Atlas mit dem Navigationssysteme-Hersteller TomTom.

Das operative Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) kletterte nach Unternehmensangaben auf einen Rekordwert von 11,1 Millionen Euro nach 1,7 Millionen im Vorjahresquartal. In Nordamerika schrieb Tele Atlas operativ allerdings nach wie vor rote Zahlen. Der Betriebsverlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) halbierte sich in etwa auf 5,3 Millionen Euro. Tele Atlas führt dies auf geringere Entwicklungskosten und gesunkene Ausgaben für Aktienoptionen für Mitarbeiter zurück. Die Expansion in China habe jedoch im dritten Quartal zu Restrukturierungskosten von 10,1 Millionen Euro geführt. In der Folge stieg der Nachsteuerverlust auf 17,9 von 9,8 Millionen Euro.

Das Unternehmen mit Sitz im niederländischen 's-Hertogenbosch sieht Wachstumspotenziale durch jüngst geschlossene Vereinbarungen unter anderem mit Nokia und Hewlett Packard im Bereich Personal Navigation.

Seinen Ausblick auf das Gesamtjahr hielt Tele Atlas unverändert mit einem erwarteten Umsatz von 250 Millionen Euro, einem bereinigten Ebitda von 40 Millionen Euro und einem negativen Ebit von 33 Millionen Euro. Nach anfänglichen Gewinnen von 3,6 Prozent gab die Aktie wieder nach und notierte mit 0,69 Prozent im Plus bei 13,12 Euro.

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