Chipanlagenbauer
Aixtron streicht jede fünfte Stelle

Mindestens jede fünfte Stelle will der neue Vorstand des angeschlagenen Chipanlagenbauers Aixtron in Deutschland streichen. Weitere Maßnahmen sollen einen Beitrag zur nachhaltigen Profitabilität liefern.
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DüsseldorfDer neue Vorstand des angeschlagenen Chipanlagenbauers Aixtron will mindestens jede fünfte Stelle in Deutschland streichen. Der seit März amtierende Firmenchef Martin Goetzeler erklärte am Donnerstag: "Hausaufgaben müssen wir insbesondere bei den Prozessen und Verantwortlichkeiten machen." Neben Effizienzsteigerungen in der Produktentwicklung habe der Vorstand daher unter anderem beschlossen, mehr als 20 Prozent der hiesigen Arbeitsplätze abzubauen. Aixtron beschäftigt weltweit über 900 Mitarbeiter, 550 davon in Deutschland. Ziel seien etwa 400, erklärte ein Sprecher.

Weitere Maßnahmen im Rahmen eines Fünf-Punkte-Programms sollen einen Beitrag zur nachhaltigen Profitabilität liefern. Aixtron produziert Anlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die in der Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie und auch im privaten Gebrauch auf dem Vormarsch sind. Die Firma wie auch US-Konkurrent Veeco warten allerdings auf den nächsten Investitionszyklus und ächzen seit etwa einem Jahr unter Nachfrageschwund.

2012 sackte bei Aixtron der Auftragseingang um 74 Prozent auf 131,4 Millionen Euro ab, der gesamte Anlagen-Auftragsbestand gab um 44 Prozent auf 79,4 Millionen Euro nach. Bei einem Umsatzeinbruch um 63 Prozent auf 227,8 Millionen Euro stand operativ (Ebit) ein Minus von 132,3 Millionen Euro. Netto fiel ein Verlust von 145,4 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 79,5 Millionen Euro. Auch wenn der größte Teil der Verluste auf Wertberichtigungen beruht, hatte Goetzeler zuletzt wenig Hoffnung auf rasche Besserung gemacht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Chipanlagenbauer: Aixtron streicht jede fünfte Stelle"

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  • Wenn man sich die Zeit seit Firmengründung anschaut, war Aixtron in Summe keine Erfolgsstory - es gab lediglich zwei kurze Phasen, wo es akzeptabel.

    Wo die schon überall Entwicklungsgelder reingesteckt haben - sorry aber das ist mehr eine professorale Bastelbude als ein professionelles Unternehmen.

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