Chiphersteller
Qimonda fährt Produktion in Dresden zurück

Die Produktion wird um ein Viertel reduziert. Der insolvente Chiphersteller will nicht auf Halde produzieren. Die Reduktion solle helfen, Liquidität zu sparen, um möglichst lange weitermachen zu können.

HB MÜNCHEN. Die Herstellung von Wafern - dem wichtigsten Ausgangsmaterial für Chips - sei auf etwa ein Viertel reduziert worden, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Bis sich dies im Ausstoß des Werkes niederschlage, werde es aber rund sechs bis sieben Wochen dauern, erklärte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Michael Jaffe.

In der jetzigen Situation, in der bis Ende März eine Lösung gefunden werden müsse, könne man nicht auf Halde produzieren, sagte der Sprecher.

Derzeit gebe es auf der Suche nach einem Investor Gespräche in Asien, Europa und anderen Regionen. Man sei jetzt in der ersten Runde der Gespräche, deswegen sei es noch zu früh, um deren Chancen einzuschätzen, sagte er. Sobald ein Investor gefunden sei, könne das Dresdner Werk seine Produktion auch wieder erhöhen, betonte Qimonda-Finanzvorstand Thomas Seifert.

Qimonda hat vor zweieinhalb Wochen Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter hat deutlich gemacht, dass bis Ende März ein Investor gefunden sein muss. Ansonsten droht endgültig das Aus. Von der Qimonda-Pleite sind in Deutschland rund 4 600 Mitarbeiter betroffen, 3 200 davon in Dresden, etwa 1 400 in München.

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