Chiphersteller
Übernahme drückt bei Dialog auf die Marge

Beim Halbleiterentwickler Dialog drückt die Übernahme des niederländischen Konkurrenten Sitel auf die Rendite. Allerdings profitiert das Unternehmen nun verstärkt von der gestiegenen Smartphone-Nachfrage.
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StuttgartBeim Chipentwickler Dialog Semiconductor drückt die Übernahme des Konkurrenten Sitel auf die Rendite. Die operative Marge sei im ersten Quartal auf 8,5 Prozent des Umsatzes von 10,8 Prozent im Vorjahreszeitraum gesunken, teilte das Technologieunternehmen am Mittwoch in Kirchheim/Teck bei Stuttgart mit.

Die Übernahme bescherte Dialog Semiconductor im Auftaktquartal zwar einen kräftigen Umsatzschub um 61 Prozent auf 98,5 Millionen Dollar. Das Betriebsergebnis kletterte hingehen nur um ein Viertel auf 8,25 Millionen Dollar, da Dialog wegen des Zukaufs von Sitel höhere Ausgaben schultern musste. Doch mit den Zahlen erfüllte das Unternehmen die Erwartungen, wie ein Händler sagte - vorbörslich legten die Aktien deutlich zu.

„Ich bin sehr erfreut, dass unser nach der Übernahme zusammengeführtes und erweitertes Unternehmen ein weiteres Quartal mit Rekordumsätzen erzielt hat“, zog Vorstandschef Jalal Bagherli Bilanz unter das Auftaktquartal. Vor allem die höhere Nachfrage nach Smartphones und Tablet-PCs habe den Erlöszuwachs ermöglicht. Nach der Übernahme der niederländischen Sitel wolle Dialog Semiconductor binnen zwölf Monaten neue Produkte mit energieeffizienter Funktechnik auf den Markt bringen.

Im laufenden zweiten Quartal sei ein Umsatz von 107 bis 112 Millionen Dollar zu erwarten, stelle der Vorstandschef in Aussicht. Nach der Erdbebenkatastrophe in Japan gebe es „gewisse Unsicherheiten“ in der weltweiten Elektroniklieferkette. Die Akquisition von Sitel werde sich vom dritten Quartal an positiv auf das Ergebnis niederschlagen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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