Computerspiele
Sims-Gott verlässt Electronic Arts

Die "Sims" gehören zu den populärsten und erfolgreichsten Computerspielen. Nun verlässt deren Erfinder, der Spieledesigner Will Wright, seinen bisherigen Verlag Electronic Arts. Ein schwerer Schlag.

HB REDWOOD CITY. Der Spiele-Entwickler Will Wright, Erfinder der Spiele-Klassiker "Die Sims" und "SimCity", verlässt den weltgrößten Spiele-Verlag Electronic Arts (EA). Wright will sich künftig seinem Entwicklungs-Studio "Stupid Fun Club" widmen, an dem er und Electronic Arts zu gleichen Teilen beteiligt sind.

"Die Unterhaltungs-Industrie entwickelt sich rasant in Richtung einer Ära revolutionären Wandels", sagte Wright. Im "Stupid Fun Club" wolle er sich künftig verstärkt der Entwicklung neuer Formen der Unterhaltung auf den verschiedensten Plattformen widmen.

EA-Chef John Riccitiello erklärte, er erwarte, dass die Partnerschaft eine lange Zukunft haben wird. EA erhält den Angaben zufolge auch das Recht, in Wrights Studio entwickelte Spielekonzepte umzusetzen und zu vermarkten. Wright war in der Branche mit einer Reihe von sogenannten Simulations-Spielen wie "Die Sims", "SimCit" und zuletzt "Spores" berühmt geworden, die abseits der gängigen Spiele-Strategien lagen.

"SimCity" etwa entstand 1989 noch federführend unter der Leitung des von Wright gegründeten Unternehmens Maxis, das später von Electronic Arts aufgekauft wurde. "Stupid Fun Club" hatte er dann 2001 gegründet, um neue Spiele-Ideen zu realisieren. Für Electronic Arts dürfte sein Weggang allerdings auf lange Sicht nachteilig sein, schließlich sei Wright eines der profitabelsten Aushängeschilder des Unternehmens gewesen, sagte Doug Creutz, Analyst bei Cowen & Co in San Francisco, zu der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

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