Cyberkriminalität
Die Millionenfalle der falschen Firmenchefs

PremiumDie Masche ist dreist wie erfolgreich: Kriminelle geben sich als Chefs aus und verleiten Buchhalter, Firmengelder zu überweisen. Weltweit ist der Schaden immens. Nun wurde der mutmaßliche Erfinder des Tricks verhaftet.

Düsseldorf/BerlinEs war eine Mail, die nicht warten konnte. „Äußerst wichtig“ sei die Angelegenheit, mit der er sie betrauen wolle, schrieb der Chef von Susanne Reimer* (Namen geändert) am 5. Juli 2016 um 9.43 Uhr. Der Vorgang verlange besonderes Fingerspitzengefühl. „Höchste Diskretion“ sei geboten. „Jeglicher persönliche oder telefonische Austausch“ sei untersagt. Dann die Frage: „Kann ich darauf zählen?“ Reimer fühlte sich geschmeichelt. Seit Jahren führte sie die Bücher bei ihrem Unternehmen. Und jetzt das. Chefsache! Natürlich werde sie sich kümmern, schrieb die Buchhalterin zurück.

Die nächste Chef-Mail folgte prompt. Eine Übernahme in Asien stehe bevor. Der Kreis der Eingeweihten müsse...

 
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