Der PC als Mautstation: Interne Dokumente belegen aggressive Marktstrategie
Die geheimen E-Mails von Microsoft

Während alle Welt die Auflagen und die Geldbuße diskutiert, zu denen die EU Microsoft verpflichtet hat, läuft im amerikanischen Bundestaat Minnesota seit voriger Woche ein Antitrust-Prozess, der delikate Interna über die Marktstrategie des Softwaregiganten öffentlich macht. Der folgende Artikel erschien am 17. 3. 2004 im Wall Street Journal.

HB NEW YORK. In dieser Woche werden hunderte Dokumente aus dem Hause Microsoft veröffentlicht, die neue Eindrücke davon vermitteln, mit welch harten Bandagen das Unternehmen vorgeht, um die Softwareindustrie zu dominieren.

Die E-Mails und Hausmitteilungen von Microsoft - einige jüngere datieren aus dem Jahr 2000, andere reichen mehr als ein Jahrzehnt zurück - gehören zu den Beweismitteln, die in einem Antitrust-Verfahren im US-Bundesstaat Minnesota vorgelegt werden, das am Montag begann. Es ist das erste erste derartige Gerichtsverfahren seit dem durch die amerikanische Regierung 1998 angestrengten Prozess, in dem die Richter befanden, dass Microsoft seine Monopolmacht missbraucht habe.

Anwälte von Verbrauchern aus Minnesota halten es für erwiesen, dass Microsoft die Monopolstellung seines Betriebssystems Windows benutzt hat, um Wettbewerber aus dem Markt zu drängen und beim Verkauf von Programmen für die tägliche Büroarbeit wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und E-Mail eine marktbeherrschende Stellung zu erreichen.

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