Deutsche Börse
Chronik: Eine schillernde Revolte

Mit einer für Deutschland ungewohnten Härte haben Hedge Fonds, allen voran der britische Investor TCI, ihre Eigentümerinteressen durchgesetzt und Reto Francioni ins Amt gebracht.

13. Dezember 2004: Die Deutsche Börse veröffentlicht ein Übernahmeangebot für die LSE über knapp zwei Milliarden Euro.

15. Januar 2005: Der Hedge Fonds TCI lehnt den LSE-Kauf als zu teuer ab. Er will den Aufsichtsrat abwählen und ein Aktienrückkaufprogramm beschließen lassen.

27. Januar: Das LSE-Management lehnt die Offerte aus Frankfurt ab.

25. Februar: Die Fondsgesellschaft Fidelity unterstützt die Haltung von TCI.

6. März: Die Deutsche Börse zieht ihre LSE-Offerte zurück.

14. April: TCI beantragt die Abwahl des Aufsichtsratschefs Rolf Breuer auf der Hauptversammlung im Mai und den Rücktritt von Börsenchef Werner Seifert.

9. Mai: Seifert beugt sich dem Druck und tritt zurück. Interimschef wird Finanzvorstand Mathias Hlubek.

12. Juli: Der frühere Investmentbanker Kurt Viermetz soll Nachfolger Breuers als Aufsichtsratschef werden.

10. September: Der Personalausschuss des Aufsichtsrats berät über die Berufung des Chefs der Schweizer Börse, Reto Francioni, zum Seifert-Nachfolger.

10. Oktober: Der Aufsichtsrat soll Reto Francioni in die Chefposition der Deutschen Börse wählen. Außerdem soll Kurt Viermetz zum Aufsichtsratschef gewählt und vier weitere Mitglieder für das dann weitgehend erneuerte Gremium bestimmt werden.

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