Dividende
SAP will spendabler werden

Europas größter Softwarekonzern will seine Aktionäre stärker am Gewinn beteiligen: Die Ausschüttungsquote soll nach dem Willen von Vorstandschef Henning Kagermann angehoben werden - über den genauen Zeitpunkt schweigt er sich aber aus.

HB WALLDORF. Kagermann sagte der „Börsen-Zeitung“, es sei geplant, die Ausschüttungsquote auf 30 Prozent von derzeit 26 Prozent zu erhöhen. Für 2004 hatte SAP die Dividende auf 1,10 von 0,80 Euro kräftig angehoben.

Kagermann will auch im kommenden Jahr dem weiteren Umsatzwachstum Vorrang vor der Rendite geben. Diese solle dennoch langfristig steigen, „auch wenn das natürlich nicht so einfach ist, wie man sich das vor ein paar Jahren vorgestellt hat“, fügte er hinzu.

Mit US-Wettbewerbern wie Oracle kann SAP bei der operativen Marge trotz eines Wertes von mehr als 27 Prozent nicht mithalten. Die Effizienz solle mit einer besseren Vertriebssteuerung erhöht werden, sagte Kagermann. Höhere Margen auf Kosten des Wachstums würde er aber nicht akzeptieren. „Wir werden auch 2006 nicht zu kurzfristig denken“, sagte der SAP-Chef dem Blatt. „Es wäre falsch, Kompromisse einzugehen, wenn wir Marktanteile gewinnen können.“ SAP sei praktisch der einzige große Anbieter von Unternehmensplanungssoftware, der aus eigener Kraft wachse.

Der SAP-Chef geht der Zeitung zufolge davon aus, dass der Walldorfer Konzern im Produktgeschäft auf Dauer mit zweistelligen Raten wachsen kann. Das gelte vor allem für die USA, wo der Konzern in den vergangenen zwölf Quartalen jeweils um mehr als zehn Prozent gewachsen sei. „Ich bin mir sehr sicher, dass wir dieses Niveau dauerhaft halten können“, wurde Kagermann zitiert.

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