Dritter Jahresverlust in Folge
Chiphersteller NEC leidet unter sinkenden Preisen

Der japanische Chiphersteller NEC schreibt weiter rote Zahlen. Für das gerade erst angelaufene Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein Verlust von über 90 Millionen Euro. Schuld an der Misere seien die Marktführer Intel und AMD.

HB TOKIO. Der japanische Chiphersteller NEC Electronics wird nach eigener Einschätzung das dritte Jahr in Folge rote Zahlen schreiben. Für das im März 2008 zu Ende gehende Geschäftsjahr sagte der Konzern am Montag einen Netto-Verlust von rund 92,2 Millionen Euro (15 Milliarden Yen) vorher. Von Reuters befragte Analysten gehen im Schnitt von einem Minus von etwa 44,3 Millionen Euro aus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies NEC Electronics einen Netto-Verlust von rund 255 Millionen Euro aus nach 603,3 Millionen im Vorjahr. Am Markt war ein Minus von 270,7 Millionen Euro erwartet worden. NEC Electronics - das mehrheitlich im Besitz von NEC Corp. ist - machen fallende Preise und ein sinkender Absatz zu schaffen. Der Konzern leidet nicht zuletzt unter dem Preiskrieg zwischen den Marktführern Intel und AMD.

NEC plant nun unter anderem die Einstellung veralteter Produktlinien, Lohnkürzungen und will sich außerdem mehr auf Chips für Autos und audio-digitale Produkte konzentrieren. Der Konzern war Gartner Dataquest zufolge 2006 der zwölftgrößte Chiphersteller der Welt.

NEC-Electronics-Aktien waren in Tokio vor den jüngsten Nachrichten fast unverändert aus dem Handel gegangen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%