Eigensinnige Konzerne
Apple macht noch keinen Staat

PremiumKonzerne wie Apple oder Google haben sich auf die Fahnen geschrieben, die Welt zu verbessern. Doch den Ansprüchen des Staates – und damit seiner Bürger – verweigern sie sich. Das passt nicht zusammen. Eine Analyse.

DüsseldorfVor knapp zehn Jahren hatte der Amerikaner Patri Friedman eine verrückt klingende Idee: Warum nicht mitten im Ozean eine künstliche Insel bauen, auf der High-Tech-Nerds und libertäre Vordenker ungestört von staatlichen Zwängen wie in einem Zukunftslabor die Welt von morgen erschaffen könnten? Der Starinvestor Peter Thiel aus dem Silicon Valley fand die Idee des Enkels von Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman so faszinierend, dass er das ungewöhnliche Projekt sofort mit mehr als einer Million Dollar unterstützte. Thiels erklärter Traum ist es schon lange, „der Politik in all ihren Formen zu entfliehen“. Ein utopischer Inselstaat ohne „Staat“ käme ihm da gerade recht.

 
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