Einwände gegen geplanten Zusammenschluss erwartet
EU sieht BMG-Sony-Fusionspläne skeptisch

Die EU-Wettbewerbshüter haben weiter Bedenken gegen die geplante Fusion der Musiksparten von Sony und Bertelsmann. Ihre Einwände will die Europäische Kommission den beteiligten Unternehmen in Kürze vorlegen.

HB BRÜSSEL. Es werde sehr bald ein Warnschreiben der EU-Wettbewerbshüter an die beiden Konzerne geben, sagte eine Sprecherin von EU- Wettbewerbskommissar Mario Monti am Montag in Brüssel. In solchen Schreiben listen die Wettbewerbshüter Problemfelder auf und geben den Firmen die Möglichkeit, die Bedenken auszuräumen, um eine Genehmigung von Fusionsplänen zu ermöglichen. Bertelsmann hatte diesen Schritt nach Angaben aus Branchenkreisen bereits erwartet. Zusammen würden Sony Music und die Bertelsmann Music Group (BMG) die zweitgrößte Plattenfirma der Welt mit Künstlern wie Shakira, Beyonce Knowles, Britney Spears und Outkast bilden.

Die Kommission hat seit Februar die Fusionspläne genauer unter die Lupe genommen. Bis zum 22. Juli soll die umfassende Prüfung abgeschlossen werden. „Die Kommission hat Bedenken, dass die Transaktion eine beherrschende Stellung schaffen oder stärken könnte“, hatte die Behörde ihre eingehende Prüfung der Fusionspläne begründet.

Bei einer erweiterten Prüfung hört die Kommission auch Wettbewerber an und untersucht, wo die beteiligten Unternehmen auf Grund von Überschneidungen ihrer bisherigen Aktivitäten ihre Marktmacht stärken. Sie können von den Unternehmen unter anderem verlangen, bestimmte Geschäftsbereiche abzustoßen, um die Bedenken auszuräumen. Die Unternehmen können aber auch in Gesprächen mit den Mitarbeitern von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti Zugeständnisse anbieten. In der von Umsatzrückgängen und Raubkopien belasteten Branche waren in den vergangenen Jahren mehrfach Fusionsvorhaben von den Wettbewerbsbehörden verhindert worden.

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