Elektronikkonzern
Sharp macht erstmals wieder Gewinn

Nach Milliardenverlusten im Jahr 2012 konnte Sharp für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder einen Überschuss verbuchen. Der vor allem auf LCD-Bildschirme spezialisierte Konzern will den Profit nun weiter steigern.
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TokioKostensenkungen und umfangreiche Restrukturierungen tragen Früchte beim Elektronik-Konzern Sharp. Nachdem das Unternehmen wegen der harten Konkurrenz am Rande des Kollaps stand und mit Milliardenkrediten gerettet werden musste, schreiben die Japaner nun erstmals seit drei Jahren wieder einen Gewinn. Dabei half dem Panasonic - und Samsung -Rivalen vor allem der gestiegene Umsatz mit LCD-Bildschirmen sowie Solarzellen.

Sharp hat zuletzt unter anderem von großen TV-Bildschirmen auf kleinere Displays für Smartphones und Tablet-PCs umgesattelt. Die finden bei chinesischen Smartphone-Herstellern Absatz, aber auch in Japan und Schwellenländern. Damit wird das Unternehmen unabhängiger von Apple -Aufträgen für das iPhone und iPad.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 (bis Ende März) wies Sharp am Montag einen Überschuss von umgerechnet rund 83 Millionen Euro aus, nachdem im Jahr zuvor noch ein Verlust von 3,8 Milliarden Euro (545 Milliarden Yen) angefallen war. Der Umsatz stieg um 18,1 Prozent. Im laufenden Geschäftsjahr will Sharp den Profit auf 214 Millionen Euro steigern.

Sharp hatte in seinem Überlebenskampf tausende Stellen abgebaut und sich unter anderem den US-Chipspezialisten Qualcomm als Investor ins Boot geholt. Der Konzern setzt auf Displays mit einer neuartigen Technologie. Die sogenannte IGZO-Technik (Indium Gallium Zinc Oxide) soll bessere Bildqualität bei niedrigem Stromverbrauch und dünneren Panels bieten. Sharp will sie verstärkt in Smartphones und Tablet-Computern unterbringen.

Die im Herbst 2012 ausgegebene Warnung, dass die desolate Finanzlage die Existenz des Unternehmens bedrohe, ist inzwischen vom Tisch. Neben dem harten Sparprogramm verschaffte auch der abgeschwächte Yen den japanischen Elektronik-Konzernen zusätzliche Atemluft. Zugleich gab es im Schlussquartal des Geschäftsjahres rote Zahlen von 6,16 Milliarden Yen (knapp 44 Millionen Euro). Sharp verwies selbst auf diverse Herausforderungen: Die Gewinnspanne im Geschäft mit TV-Geräten in Europa sei unter Druck, bei Solartechnik rückten auch im japanischen Heimatmarkt günstige Rivalen aus China vor. Das Unternehmen will mit einem konsequenten Fokus auf profitable Bereiche und den Ausbau des Dienstleistungsangebots gegensteuern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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