Elektronikriese
Toshiba konzentriert sich auf Speicher-Chips

Es klingt paradox. Da warnt der japanische Elektronikriese Toshiba vor einigen Tagen vor einem massiven Preisverfall von Speicherchips, so genannten Nand-Chips. Und nun plant der Konzern ausgerechnet in diesem Bereich eine milliardenschwere Investition. Doch die Rechnung könnte aufgehen.

FRANKFURT. Denn die Nachfrage nach Nand-Chips wächst rasant, was den Preisverfall und andere Probleme übertünchen könnte. Die auch als Flash-Chips bezeichneten Nand-Bauteile sind Speicher, die Daten auch ohne Strom "im Kopf behalten". Sie kommen in der Konsumelektronik zum Einsatz, etwa bei MP3-Musikgeräten oder in Mobiltelefonen und Digitalkameras. Mit Nand-Speicherchips haben Firmen im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforscher von iSuppli weltweit etwa 14,2 Mrd. Dollar umgesetzt.

Satte 11,4 Mrd. Euro will Toshiba zusammen mit Sandisk in neue Nand-Fabriken investieren, meldet die japanische Zeitung "Nikkei". Noch sei die Investition nicht endgültig verabschiedet, hieß es. Eine Entscheidung solle aber noch in dieser Woche fallen, der Spatenstich noch in diesem Jahr gemacht werden.

Völlig überraschend wäre die Investition nicht. Zum einen signalisiert Toshiba damit nach dem Scheitern des HD-DVD-Geschäfts, dass es seine Mittel in andere, lukrativere Geschäfte investieren wird. Zum anderen hatte das Unternehmen bereits im Herbst vergangenen Jahres hohe Investitionen in neue Nand-Fertigungen angekündigt. Der Plan: Bis zum Jahr 2010 will der japanische Konzern seinen Umsatz mit Halbleitern auf etwa 2 000 Mrd. Yen (umgerechnet etwa 12,6 Mrd. Euro) verdoppeln.

Dazu haben Toshiba und der Joint-Venture-Partner Sandisk bereits im vergangenen Jahr kräftig investiert. Mit den neuen Fabriken Fab 3 und Fab 4 wollen beide spätestens Ende 2008 rund 40 Prozent der weltweiten Nand-Nachfrage decken.

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