Ergebnis des ersten Geschäftsquartals 2006
Nokia legt kräftig zu

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia hat im ersten Quartal die Analystenerwartungen bei Umsatz und Ergebnis deutlich übertroffen.

HB HELSINKI. Wie der finnische Mobiltelefonhersteller am Donnerstag mitteilte, legte der Umsatz um 29 Prozent auf 9,51 Mrd. Euro zu. Das Nettoergebnis stieg den Angaben zufolge um 21 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro. Operativ verdiente Nokia 1,37 Mrd. Euro nach 1,12 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Je Aktie sei der Gewinn um 32 Prozent auf 0,25 Euro gewachsen. Analysten hatten im Mittel mit einem Umsatz von nur 8,77 Mrd. Euro und einem Nettogewinn von 0,9 Mrd. Euro gerechnet.

Nach Veröffentlichung der Zahlen legte der Nokia-Kurs deutlich zu und lag zuletzt mit 18,25 Euro 4,88 Prozent im Plus.

Der Konzern hatte in den vergangenen Wochen bereits auf ein industrieweit gestiegenes Absatzvolumen und die Erwartungen übertreffende Handyverkaufspreise hingewiesen. Als Umsatzmotor gilt bei den Finnen vor allem das Geschäft mit Mobiltelefonen.

Nokia bekräftigte außerdem die Wachstumsprognose für den weltweiten Handymarkt im Gesamtjahr 2006. Wie der Mobiltelefonhersteller mitteilte, werde das Volumen um 15% oder mehr wachsen. Ende März hatte Nokia die Prognose von ursprünglich 10% oder mehr Volumenwachstum angehoben. 2005 waren auf dem Weltmarkt laut Nokia 795 Millionen Handys und Datenkarten abgesetzt worden. Rund 70% des Volumenzuwachs soll im laufenden Jahr aus den Entwicklungsmärkten stammen.

Einen Wermutstropfen machten Analysten im Vorfeld der Quartalsbilanz allerdings beim Geschäft mit billigeren Mobiltelefone aus. Hier stünden die Margen unter Druck, da insbesondere der Konkurrent Motorola auf den bislang von Nokia beherrschten Niedrigpreismärkten in Schwellenländern zulegt. „Wir glauben, dass die Preispolitik von Motorola in den Schwellenländern bei Mobiltelefonen am unteren Preisende wesentlich aggressiver geworden ist. Der Druck auf die Bruttomargen ist gestiegen“, sagte ein Analyst von Goldman Sachs, nachdem Nokia am 11. April überraschend berichtet hatte, dass der durchschnittliche Handyverkaufspreis im ersten Quartal auf 103,00 (Vorquartal: 99) Euro gestiegen war.

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