Ergebnis gesteigert - Reingewinn soll sich 2004 verdoppeln
Telekom verspricht „attraktive“ Dividende

Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal 2004 den Umsatz und das operative Ergebnis vor allem wegen hoher Zuwächse im Mobilfunkgeschäft und Kostensenkungen im Festnetzgeschäft deutlich gesteigert.

HB BONN. Der größte europäische Telekom-Konzern bekräftigte am Donnerstag seine Geschäftsziele für 2004 und stellte eine Verdoppelung des Reingewinns in Aussicht. Dies solle nach drei mageren Jahren ohne Ausschüttung wieder eine „attraktive“ Dividendenzahlung an die Aktionäre ermöglichen, gab der Vorstand in Bonn bekannt. Die Wachstumserwartungen für den US-Mobilfunk und das deutsche Internet-Geschäft hob das Management an.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe dank besserer operativer Geschäfte aller Sparten im zweiten Quartal um vier Prozent auf 4,783 Mrd. € zugelegt, teilte die Telekom mit. Der Konzernüberschuss stieg den Angaben zufolge trotz höherer Steuerzahlungen unter anderem wegen einer Höherbewertung der Mobilfunklizenzen in den USA auf 1,665 Mrd. € nach 256 Mill. € im Vorjahresquartal. Der Konzernumsatz sei vor allem wegen des Kundenzuwachses in der Mobilfunksparte auf 14,412 Mrd. € und damit um sechs Prozent gesteigert worden, was über dem Branchendurchschnitt liegt. In der Mobilfunksparte hat die Inbetriebnahme der UMTS-Mobilfunknetze in Europa die operative Gewinnmarge im zweiten Quartal allerdings belastet. Laufende Kosten für den Aufbau und Betrieb des UMTS-Netzes in Europa stünden bisher keine nennenswerten Umsätze entgegen, erklärte die Telekom.

An der Börse kletterten die Aktien in einem stabilen Gesamtmarkt zu Handelsbeginn um 1,3 % auf 13,53 €, da die Telekom die Erwartungen der Analysten getroffen hatte. Auch zum Mittag, als der Dax ins Minus gerutscht ist, lagen die Papiere noch komfortabel im Plus. Ein Londoner Analyst sagte, „insgesamt ist das Quartalsergebnis eine ordentliche Verbesserung.“ Vor allem in der unter Preis- und Konkurrenzdruck leidenden deutschen Festnetzsparte hätten sich die Umsätze stabilisiert. Frank Rothauge, Analyst bei Sal Oppenheim, warnte jedoch: „Bei dem hohen Konzernüberschuss ist Skepsis angebracht, da außerordentliche Posten enthalten sind.“ Befragten Experten hatten im Schnitt lediglich mit einem Konzernergebnis von 456 Mill. € gerechnet. Die Umsatzerwartung lag bei 14,194 Mrd. €, das Ebitda wurde bei 4,756 Mrd. € gesehen.

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