Ergebnisse des vierten Quartals
Palm bestätigt die Pessimisten

Einen Tag nach dem Erzrivalen Research in Motion veröffentlichte Smarthandy-Pionier Palm Inc. seine Ergebnisse für das vierte Quartal seines Geschäftsjahres 2008. Die Erwartungen waren bereits auf den dritten Verlust in Folge eingestellt; die Frage war nur, wie hoch er ausfallen würde.

HB PORTLAND Einschließlich Einmalposten verlor Palm im Quartal 43,4 Mill. Dollar oder 40 Cents pro Aktie. Der Umsatz fiel auf 296,2 Mill. Dollar. Analysten hatten laut Thomson Financial im Schnitt mit einem Minus von 18 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 301 Mill. Dollar gerechnet. Vor einem Jahr verdiente Palm noch 17 Cents pro Anteil bei 410,5 Mill. Dollar Erlösen. Neben den Sonderlasten für die Umstrukturierung verlor das Unternehmen fast sieben Millionen Dollar durch Abschreibungen auf Geldanlagen in so genannten Auction Rate Securities.

Im gesamten abgelaufenen Jahr erzielte Palm einen Umsatz von 1,32 Mrd. Dollar, gegenüber 1,56 Mrd. im Vorjahr. Der Verlust erreichte 111 Mill. Dollar, gegenüber einem Reingewinn von 56,4 Mill. im Vorjahr.

Obwohl Palm gegen die übermächtige Konkurrenz von RIM und neuerdings Apple kaum Boden wettmacht, reorganisiert das Unternehmen derzeit wieder einmal und kämpft mit den Smarthandys Treo und dem neueren und billigeren Centro unverdrossen weiter. „Centro ist ein Hit und zusammen mit neuen Windows Mobile-Produkten werden wir wieder wachsen“, sagte Firmenchef Ed Colligan. Analysten befürchten allerdings, dass Wachstum beim billigeren Centro vor allem zu Lasten des Treo geht. Ein Zeichen für sinkende Durchschnittspreise ist, dass Palm noch nie so viele Geräte wie im vierten Quartal auslieferte, während der Umsatz fiel.

An einer extrem schwachen Börse hatten weder Palm noch RIM etwas zu gewinnen, zumal RIM am Vortag mit schwächeren Ergebnissen und einer vorsichtigen Prognose enttäuschte. Der Kurs von Palm, der im regulären Handel bereits fiel, gab nachbörslich weiter nach. RIM verlor bereits im regulären Handel mehr als 13 Prozent und zeigte sich weiter schwach.

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%