Facebook-Gründer
Privatsphäre? Klar, aber für mich!

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sucht nach mehr Privatsphäre und kauft die vier umliegenden Privathäuser um sein Anwesen. Dagegen sollen Nutzer des sozialen Netzwerkes zu Klarnamen im System gedrängt werden.
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San FranciscoWas kann man machen, wenn man sich vor zu viel öffentlicher Neugier schützen will? Nicht viel, wenn man Mitglied bei Facebook ist. Eine ganze Menge, wenn man Milliardär im Silicon Valley ist.
Mark Zuckerberg hat nach Medienberichten die vier an sein Privathaus angrenzenden Nachbarhäuser für über 30 Millionen Dollar aufgekauft, um den Zuzug neuer Schaulustiger zu verhindern. Die Meldung der San Jose Mercury News kommt gerade zu dem Zeitpunkt, in dem Facebook selbst die Möglichkeit aufhebt, Profile auf seinem Netzwerk vor neugierigen Blicken zu schützen, indem man sie für Suchanfragen unauffindbar macht. Zudem wird der Zwang zu Klarnamen im System stärker durchsetzt.

Die Option „Wer kann mein Profil durch Namenssuche finden“, wird demnächst verschwinden, teilte Facebook am Donnerstag mit. Wer diese Funktion nutzt, soll mit einer Benachrichtigung von der Änderung in Kenntnis gesetzt werden. Facebook will so seine eigene Suche innerhalb des Netzes verbessern. Profilfoto und Basisinformationen werden so für jedermann sichtbar.

Auslöser für den Immobilienfischzug war nach Angaben der Mercury News ein Hinweis, eines der Häuser in Palo Alto sei Ziel eines Immobilienentwicklers geworden, der es kaufen und durch ein größeres Gebäude mit teuren Wohnungen ersetzen wollte. Das Verkaufsargument für einen dann wahrscheinlich astronomischen Verkaufspreis wäre gewesen: „Nachbar: Mark Zuckerberg“. So mancher Superreicher hätte wohl ein Vermögen gegeben, um Abends im Garten beim Grillen mal eben ein freundliches „Hallo, Mark“ über den Zaun werfen zu können und ihn zur Housewarmingparty einzuladen.

Das gefiel dem 29-jährigen Multimilliardär wohl gar nicht. Er hatte sein sieben Millionen Dollar Anwesen in Laufweite des Facebook-Hauptquartiers 2011 gekauft und das erste Nachbarhaus dem Bericht zufolge Ende 2012. Öffentliche Dokumente belegen einen Verkauf an eine Investmentgesellschaft Namens Iconiq Capital, das Teile von Zuckerbergs 19 Milliarden Dollar-Vermögens verwalten soll. Im vergangenen Monat wurden an die drei restlichen erworben, eines davon alleine für angeblich 14 Millionen Dollar.

Einen Versailles-ähnlichen Prunkbau will der Studienabbrecher und Super-Unternehmer allerdings wohl nicht bauen. Jedenfalls derzeit nicht. Den Informationen zufolge hat er die aufgekauften Immobilien an die ursprünglichen Besitzer zurückvermietet. Das dürfte wahrscheinlich dazu beigetragen haben, deren Verkaufsentscheidungen zu erleichtern. Sie haben jetzt den Nachbarn Mark Zuckerberg und genügend Bargeld obendrein.

Der Trend zur Isolation ist nicht neu in der Welt der High-Tech-Milliardäre. Die Zeiten sind vorbei, wo man abends auf der Straße vor seinem Haus mal so einem Steve Jobs begegnen konnte. Zwischen 1994 und 2004 hat etwa der reichste Mann der Welt, Bill Gates, in aller Stille elf Häuser und Grundstücke rund um sein Super-Anwesen, das er 1997 bezogen hat. Ziel war hier ebenfalls nur größtmögliche Privatsphäre. Laut Seattle Times sind die Luxusanwesen in Medina nahe Seattle heute alle bewohnt, teilweise von Familien von Microsoft-Mitarbeitern.

Angeblich soll Gates sogar zeitlich unbefristete Kaufangebote für eine Reihe von Anwesen am anderen Ende des Sees laufen haben. Mit starken Teleskopen wäre theoretische eine „Überwachung“ möglich. Der Küstenstreifen mit einem Mega-Haus gilt bei Einheimischen nur noch als die „Goldküste“.

Andere haben einfach ein paar Residenzen in der Stadt, so wie Larry Ellison in San Francisco, aber sein wahres Zuhause ist „Larryland“. Das hermetisch abgeriegelte Anwesen ist einem japanischen Dorf nachgebildet, mit Wasserfällen, Teichen, Brücken hunderten Bäumen und kunstvollen Gartenlagen. Errichtet wurden die Gebäude im traditionellen japanischen Baustil des 16. Jahrhunderts mit Holz und Nägeln. Wenn es im in Woodside nahe San Francisco zu langweilig wird, kann er immer noch zum Urlaub auf's Land ziehen. Für angeblich über 500 Millionen Dollar hat er unlängst die kleine Insel Lanai auf Hawaii gekauft. Ein befreundeter Milliardär brauchte sie nicht mehr.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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  • Ich kann´s dem Zuckerberg nicht verdenken; aber ob das alles so toll ist wie sich das so mancher vorstellt? Ich finde nicht. Aber rückgängig machen "ist nicht mehr".

    Ich finde es erheblich amüsanter wenn sich die Nachbarn darüber den Kopf zerbrechen warum sie ´n db5 vor der Tür haben und womit man seine Kohle eigentlich verdient.

    Oder wenn ihnen der Kellner im "möchtegernschickimicki" Restaurant einfach nur so richtig arrogant doof kommt, sie den Laden nächste Woche kaufen und den Typ feuern: das hat doch einen viel höheren Spaßfaktor.
    Ich finde: der Zucxkerberg ist ne arme Sau mit dem Problem: wer ist echt, und wer ein unechter Freund.

    Viel Spaß. Ich wollte niemals mit ihm tauschen.

  • @laufrad, an den immer dreister werdenden Antisemitimsmus hat man sich ja schon gewöhnt, aber so im reinen SS-Gestapo-Stil lese ich das zum ersten mal. Wenn ich Jude wäre ich extremst alamiert. Das Schlachten kündigt sich wieder an. Obwohl was rede ich, die EU finanziert ja eh schon mit Milliarden den Terror von Hamas und Konsorten.

  • Zuckerberg ist Atheist. Achso, Sie meinen seine "Rasse": verpiß dich.

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