Filmangebot im Netz
RTL schließt Liefervertrag mit BBC

Für die RTL-Online-Videothek Clipfish wird die BBC 400 Programmstunden abliefern. Einige beliebte britische Serien sind im Paket – aber nicht alle von ihnen kostenlos. Denn die Bezahlinhalte sollen ausgebaut werden.
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DüsseldorfRTL baut mit Hilfe der britischen BBC sein werbefinanziertes Filmangebot im Internet aus. Die Fernsehtochter des Medienriesens Bertelsmann hat einen umfangreichen Liefervertrag mit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt für ihre Online-Videothek Clipfish geschlossen. Das bestätigte Marc Schröder, Chef von RTL Interactive, dem Handelsblatt (Montagausgabe).

Insgesamt wird die BBC 400 Programmstunden an RTL für Clipfish liefern. Künftig werden dann populäre britische Serien wie „Spooks“, „Torchwood“, „Hustle“ und „Little Britain“ auf PC, Smartphone oder Tablet verfügbar. „Die Filme und Serien werden für den Zuschauer kostenlos sein. Wir wollen das Angebot primär über Werbung finanzieren“, sagte Schröder dem Handelsblatt. Strategisches Ziel für Clipfish sei, mit senderunabhängigen Inhalten weiter zu wachsen, hieß es bei RTL in Köln.

Doch nicht alle Programme der BBC werden gratis bei Clipfish zu sehen sein. „Einzelne hochwertige Video-on-Demand-Angebote wie „Luther“, „Sherlock“, „Mad Dogs“ oder „Fawlty Towers“ werden kostenpflichtig sein“, kündigte Schröder an. RTL hat mit der BBC vereinbart, Bezahlinhalte auszubauen.

Clipfish ist neben den sechs Video-on-Demand-Angeboten der RTL-Gruppen-Sender (RTL now, VOX now, RTL NITRO now, N-TV now, Super RTL now, RTL 2 now) eines der wichtigsten Videoangebote im Web.

„Clipfish entwickelt sich hervorragend“, sagte Schröder. „1,18 Milliarden professionell produzierte Videos wurden im vergangenen Jahr über alle Angebote der Mediengruppen-RTL-Sender abgerufen.“ Das sei eine Steigerung um über 50 Prozent. Auf Clipfish entfielen 230 Millionen Videoabrufe.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

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  • Die gibt es im deutschen Fernsehen bereits seit Jahren. Vox wird ebenfalls von der BBC beliefert.

  • Dann kommt endlich mal Qualität nach Deutschland.


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