Filmindustrie
Wolverine ist der neue Held der Kinokasse

Aufatmen in Hollywood. Die Filmindustrie ist mit einem fulminanten Wochenende in die heiße Sommerphase gestartet - Schweinegrippe und Wirtschaftskrise zum Trotz. Bedanken kann sich die Branche vor allem bei einem Kinohelden: Wolverine.

DÜSSELDORF. Nichts konnte ihm etwas anhaben. Die Schweingrippe genauso wenig wie die Wirtschaftskrise oder die Insolvenz des US-Autobauers Chrysler. "X-Men Origins: Wolverine" hat die Amerikaner trotz all dieser schlechten Nachrichten in die Kinosäle gelockt. Am ersten Mai-Wochenende spielte die Verfilmung der gleichnamigen Comicfigur laut dem Marktforschungsportal "Media by Numbers" 87 Mio. Dollar in den Vereinigten Staaten ein. Und dies, obwohl eine Internetversion des Films noch vor der Premiere den Weg ins Netz gefunden hatte.

Und Wolverine ist nicht allein. Die zwölf erfolgreichsten Filme am Auftaktwochenende der wichtigen Blockbuster-Saison brachten den Filmstudios mehr als 152 Mio. Dollar ein - im Vorjahreszeitraum waren es noch 150 Mio. Dollar gewesen. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. "Wenn man sich das gesamte Wochenende anschaut, kann man nur sagen, dass es alles in allem großartig war", sagte Chris Aronson, Senior Vice President von Fox, dem "Wall Street Journal".

Dennoch: Die Erwartungen manches Analysten wurden ein wenig enttäuscht. Trotz Krise war allein für Wolverine ein Einspielergebnis von gut 100 Mio. Dollar für möglich gehalten worden.

Wobei der Abstand der anderen Filme zu Wolverine schon mehr als deutlich ausfällt: Auf Platz zwei laut "Media by Numbers" liegt "Ghosts of Girlfriends Past" mit einem Einspielergebnis von 15,3 Mio. Dollar. "Obsessed" setzte binnen drei Tagen 12,2 Mio. Dollar um - mit 6,4 Mio. Dollar landete "17 Again" auf dem vierten Rang.

Für das "Wolverine"-Studio Twentieth Century Fox erweist sich die X-Men-Saga auf jeden Fall als Goldgrube. Wobei der dritte Teil der Comicreihe - "X-Men: The Last Stand" - mit 102 Mio. Dollar sogar den jetzigen Mai-Champion Wolverine auf die Plätze verweist. Dennoch: Der jüngste Teil der Serie, so etwa Branchenexperte Paul Dergarabedian laut "Huffington Post", reiht sich nahtlos in den Erfolg der X-Men ein.

Schauspieler Hugh Jackman alias Wolverine muss sich allerdings dem Superhelden des Vorjahres geschlagen geben - der gleichfalls dem Comic-Genre entstammt. "Iron Man" brachte dem Filmstudio Paramount binnen eines Wochenendes mehr als 98 Mio. Dollar ein.

Mit dem gelungenen Start dürfte Hollywood nun dem Sommer des Krisenjahres 2009 etwas entspannter entgegen sehen. Zumal auf "Wolverine" am kommenden Wochenende ein neuer Star-Trek-Film folgt, der von Fans der populären Kino- und Fernsehreihe bereits sehnlichst erwartet wird.

Wie auch immer sich das Abenteuer des jungen Captain Kirk an der Kinokasse auch schlagen wird - bereits jetzt ist die Branche gut im Soll. Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegen die Einnahmen mit 3,2 Mrd. Dollar um 16,42 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums - die Zahl der Kinobesucher ist um 13,73 Prozent nach oben geklettert.

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