Flachbildschirme gefragt
Samsung legt deutlich zu

Der führende südkoreanische Elektronikkonzern hat den Gewinn im dritten Quartal leicht gesteigert. Samsung profitierte weiter von der starken Nachfrage nach großen LCD-Flachbildschirmen und Mobiltelefonen. Der Preisrückgang bei Speicherchips konnte daher wettgemacht werden. Das Unternehmen warnte aber am Freitag davor, dass der Preisdruck in der Speicherchipbranche anhalten werde.

HB SEOUL. Den operativen Gewinn steigerte Samsung um zwölf Prozent auf umgerechnet 1,6 Mrd. Euro (2,07 Billionen Won) und damit über die Markterwartungen. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 12,8 Mrd. Euro zu. Unter dem Strich lag der Gewinn mit 1,7 Mrd. Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Für die kommenden Monaten stimmte der Weltmarktführer bei Speicherchips die Investoren auf ein schwieriges Geschäftsumfeld ein. Das Überangebot an Speicherchips werde noch über das vierte Quartal hinaus anhalten. Ein Samsung-Manager sagte, die meisten Chiphersteller würden im laufenden Quartal Verluste machen. Samsung Electronics macht seit einiger Zeit ein Preisverfall bei den so genannten DRAM-Speicherchips zu schaffen, die vor allem als Arbeitsspeicher in PCs eingesetzt werden. Der Durchschnittspreis für die Chips könne im vierten Quartal um etwa 15 Prozent fallen, erklärte das Unternehmen.

„Der Ausblick für den DRAM- und NAND-Chipmarkt bis Anfang kommendes Jahr ist pessimistisch“, sagte Analyst Choi Yong Kyu von IKB-SG Asset Management. Auch andere Unternehmen der Branche wie Hynix oder die Infineon-Tochter Qimonda dürften unter dem anhaltenden Preisverfall leiden.

Das Geschäft mit Flachbildschirmen zeigte dagegen ein kräftiges Wachstum. So steige die Nachfrage nach flachen Computer-Monitoren und Fernsehgeräten, erklärte der Konzern. Die anstehenden Olympischen Spiele in Peking im kommenden Sommer dürften das Geschäft weiter anheizen. Für Samsung zahlte sich das aus: Im abgelaufenen Vierteljahr verdoppelte sich die Gewinnmarge in diesem Bereich in etwa auf 17 Prozent.

Auch der Handy-Absatz floriert. Mit 42,6 Mill. Mobiltelefonen verkaufte der Branchenzweite nach Nokia im abgelaufenen Quartal so viele Handys wie nie zuvor. Das Absatzplus lag bei gut fünf Mill. Stück.

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