Frankreich
Frauenzeitschrift „Jasmin“ wird eingestellt

Nach nicht einmal einem Jahr brechen der Medienkonzern Gruner + Jahr und der Verleger Axel Ganz ihr gemeinsames Projekt „Jasmin“ ab: Die französische Frauenzeitschrift wird am 6. August zum letzten Mal erscheinen, weil die ambitionierten Auflageziele deutlich unterschritten wurden.

HB PARIS. Wie die Gemeinschaftsfirma AG+J am Montag mitteilte, hat „Jasmin“ im ersten Halbjahr 2007 einen durchschnittlichen Einzelverkauf von lediglich 100 000 Exemplaren erreicht. Als die Zeitschrift Ende Oktober 2006 an den Start ging, sollte sie eine Auflage von wöchentlich 250 000 Exemplaren erreichen.

Bereits Anfang 2007 musste Ganz einräumen, dass sich im Schnitt nur 150 000 Exemplare verkaufen ließen. Damals hieß es aus Paris, die Steigerung der Auflage habe „höchste Priorität“. Dies scheint Ganz misslungen zu sein: Zur Begründung für das Aus von „Jasmin“gab AG+J eine fehlende wirtschaftliche Perspektive an.

Ganz, der 25 Prozent der Anteile an AG+J hält, wollte mit „Jasmin“ den Frauenzeitschriftenmarkt in Frankreich aufmischen. Als Zielgruppe nannte der Verleger Frauen zwischen 25 und 40 Jahren, die sich für Mode, Kosmetik, Kultur, Reisen, aber auch für Klatsch interessieren. Der Markt für Frauenzeitschriften gilt in Frankreich aber als überfüllt.

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