Fujitsu Siemens
Computer kommen mit Zug aus China

Der Zug voller Elektronik wird sich durch die Schluchten der Mongolei schlängeln, die Wüste Gobi durchqueren und schließlich die endlosen Weiten Russlands passieren. Fujitsu Siemens nutzt als erster in der Branche die Eisenbahn - denn der Schienentransport ist günstiger als Flugzeuge und schneller als Schiffe.

MÜNCHEN. Nach 18 Tagen, so ist es geplant, sollen die 50 Container in Hamburg ankommen. In den versiegelten Metallkisten will der Münchener IT-Konzern Fujitsu Siemens Computers (FSC) Monitore und Computergehäuse aus Fabriken in China nach Deutschland transportieren.

Morgen startet der erste dieser ungewöhnlichen Güterzüge im chinesischen Xiangtang; wenn alles glatt geht, wird er am 6. Oktober an der Elbe entladen. Als erster Computerproduzent beginnt FSC jetzt damit, seine Rechner per Eisenbahn aus Fernost nach Deutschland zu befördern. "Das kostet nur ein Viertel der Luftfracht", begründet Logistikvorstand Heribert Göggerle das für die Branche ungewöhnliche Verkehrsmittel. Normalerweise nutzen die Hersteller Jets oder Schiffe.

Nun eröffnet die Bahn-Tochter Schenker den dritten Weg. Der Vorteil: Die Eisenbahn ist günstiger als die Frachtflieger und schneller als der Seeweg. Ein Frachter braucht zwischen 25 und 28 Tage von der chinesischen IT-Metropole Schanghai nach Europa. Der Zug ist eine Woche weniger unterwegs. "Das ist wichtig in einer Branche, in der die Preise in kurzer Zeit fallen", sagt Göggerle.

FSC ist schon in den vergangenen Jahren immer wieder ungewöhnliche Wege gegangen. Als einer der ersten Anbieter brachte das Joint-Venture von Siemens und Fujitsu besonders umweltfreundliche Rechner auf den Markt. Es folgten PCs, die hauptsächlich aus in Deutschland produzierten Komponenten bestanden.

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