Fusion zwischen Mobilfunk- und Internetspezialist
Mobilcom und Freenet finden zueinander

Die Telekommunikationsunternehmen Mobilcom und Freenet haben sich über die Bedinungen für ihre Fusion geeinigt. Einer der Knackpunkte war bis zuletzt das Bewertungsverhältnis der Aktien.

HB. HAMBURG. Eine Aktie der Freenet.de AG wird nun mit 1,14 bis 1,19 Mobilcom-Anteilen bewertet, teilten beide Gesellschaften am Montagabend mit. Das endgültige Umtauschverhältnis solle bis Anfang Juli festgelegt werden.

Freenet-Chef Eckhard Spoerr bewertete das gefundene Wertverhältnis zwischen den beiden Unternehmen als Verhandlungserfolg. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte er. In dem Bewertungsverhältnis werde der größere Ertragswert von Freenet sichtbar. Mit Mobilcom sei zudem vereinbart worden, dass mindestens die Hälfte des Managements der neuen Gesellschaft von Freenet gestellt werde. Über die genaue Führungsstruktur solle in den nächsten Wochen entschieden werden.

Er gehe davon aus, dass die freien Aktionäre der Fusion zustimmen würden. „Ich glaube, dass wir unsere Aktionäre davon überzeugen können, dass das ein sehr gutes Austauschverhältnis ist“, sagte Spoerr. Zu Anfang der Gespräche mit dem Mobilcom-Management hatte Spoerr noch Vorbehalte gegen eine Verschmelzung geltend gemacht, sich dann in den Verhandlungen aber offensichtlich überzeugen lassen. Was zu dem Meinungswandel beitrug, sagte Spoerr nicht.

Die beiden im Technologieindex TecDax gelisteten Unternehmen sollen auf eine neue Gesellschaft verschmolzen werden. Zuvor müssen noch die Aktionäre der Fusion auf außerordentlichen Hauptversammlungen zustimmen. Der zweitgrößte deutsche Mobilfunkdienstleister Mobilcom hält bereits 50,4 Prozent an dem zweitgrößten deutschen Internetanbieter Freenet.

Die Verschmelzung wird von Mobilcom-Chef Thorsten Grenz vorangetrieben, der neben strategischen auch steuerliche Gründe anführt. So könnten hohe Verlustvorträge von Mobilcom noch in diesem Jahr für Freenet genutzt werden, wenn die Fusion rechtzeitig gelinge, argumentiert Grenz. Für den Zusammenschluss hat Grenz die Unterstützung des neuen Großaktionärs Texas Pacific (TPG). Der US-Investmentfonds hat 27,3 Prozent an Mobilcom erworben. Dieses Paket stammt vom französischen Telekommunikationskonzern France Telecom, der den Großteil seiner Anteile an TPG verkauft hatte.

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