Geplanter Börsengang
Middelhoff stichelt gegen Bertelsmann

Ex-Bertelsmann-Vorstand Thomas Middelhoff blickt mit einem lachenden Auge auf den geplanten Börsengang des Medienkonzerns. „Endlich“ werde das umgesetzt, was sein Führungsteam schon vor zehn Jahren empfohlen hatte.
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FrankfurtDer frühere Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Middelhoff stichelt wegen der Börsenpläne des Medienkonzerns gegen seinen alten Arbeitgeber. Er sehe das Vorhaben „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte der 58-Jährige der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Weinend, weil dieser Konzern zehn Jahre Stillstand hinter sich hat. Lachend, weil endlich umgesetzt wird, was mein Führungsteam schon vor einem Jahrzehnt als richtig und wichtig empfohlen hat.“ Middelhoff verließ Bertelsmann 2002 im Streit um einen möglichen Börsengang. Anschließend war er Vorstandschef des Handelskonzerns Arcandor („KarstadtQuelle“), der nach seinem Ausscheiden Insolvenz anmeldete. Bertelsmann hatte angekündigt, die AG in eine SE & Co. KGaA umzuwandeln, eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Dadurch kann der Konzern an der Börse Kapital aufnehmen, ohne Geldgebern Mitspracherechte gewähren zu müssen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es würde mich wundern, wenn Bertelsmann an die Börse wollte. Die haben ja deshalb im Juli 2002 Thomas Middelhoff rausgeschmissen und im Juni/Juli 2006 die Aktien von GBL (belgische Holding) zurückgekauft, weil letztere Bertelsmann an die Börse gehen lassen wollten.
    Ich halte das für einen Aprilscherz. Das Bertelsmann in eine SE & Co. KGaA umgewandelt werden soll, stimmt aber. Hmm, wobei meistens sind Aprilscherze ganz falsch, aber teilweise ist selten.

  • Der frühere Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Middelhoff hat immer noch kein Schamgefühl. Warum auch?. Herr Middelhoff verließ Bertelsmann 2002 im Streit um einen möglichen Börsengang. Nein, weil er damals auch Bertelsmann in den Ruin treiben wollte. Mit wem? Man kennt sich in Köln in den Bankenkreisen aus? Anschließend war er Vorstandschef des Handelskonzerns Arcandor (KarstadtQuelle), der nach seinem Ausscheiden Insolvenz anmeldete. Nur die Eigentümer bei Bertelsmann haben die krummen Geschäfte sehr schnell erkannt, dafür hat der Dummschwätzer nicht nur abkassiert, sondern durch betrügerische Manipulationen den Handelskonzern in die Pleite getrieben. Resultat ist ja bekannt. Der Typ ist inzwischen wieder so draist, dass er sich deratigen Unsinn leisten? Warum braucht die Staatsanwaltschft derartige Fristen, um den Mann dingfest zu machen?

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