Geschäft mit PCs tritt in den Hintergrund
Restrukturierungskosten belasten Fujitsu Siemens

Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC) erwartet im laufenden Jahr moderate Umsatzzuwächse.

HB MÜNCHEN. Dabei setzt die Gemeinschaftsfirma von Siemens und der japanischen Fujitsu auf Server- und Speichersysteme für Unternehmen, Privatkundenprodukte und Dienstleistungen, sagte FSC-Chef Bernd Bischoff am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Das PC-Geschäft mit Konzernen und Behörden, eine frühere Domäne von FSC, rückt angesichts des ausbleibenden Erfolgs bei Großausschreibungen in den Hintergrund.

Im Verbrauchergeschäft setze das Unternehmen ab dem Sommer auf ein neues Design, um den Kampf gegen die harte amerikanische und asiatische Konkurrenz aufzunehmen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende März) hat FSC nach eigenen Angaben trotz Umsatzrückgängen mehr verdient. Der Umsatz schrumpfte wegen der Trennung von Randgeschäften wie Fernsehern um fünf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern kletterte auf 105 Millionen Euro von 91 Millionen Euro.

Allerdings lasteten im Vorjahr die Restrukturierungskosten infolge der Übernahme der PC-Wartungssparte von Siemens mit 59 Millionen Euro auf dem Ergebnis. Auf vergleichbarer Basis brach der Vorsteuergewinn somit um fast ein Drittel ein.

2008/09 rechnet Bischoff mit einem Umsatzplus von etwa fünf Prozent, während die Branche Zuwächse von sechs Prozent erwarten könne. "Wir werden verlorene Marktanteile nicht zurückholen können, aber uns stabilisieren." Bei der Gewinnprognose blieb der Manager vage. Der Vorsteuergewinn werde zwischen 105 Millionen und 200 Millionen Euro liegen. Zu seinen Zielen über 2008 hinaus stehe FSC. "Wir halten langfristig daran fest, ein Unternehmen mit einem Umsatz von zehn Milliarden Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 250 Millionen Euro zu werden", sagte Bischoff.

Auf Fragen nach der Zukunft des Unternehmens antwortete er ausweichend. Das sei Sache der Eigentümer. Siemens-Chef Peter Löscher hatte mehrfach bemängelt, FSC erwirtschafte zu wenig Rendite, was Spekulationen über einen Ausstieg des Münchener Technologiekonzerns angefacht hat. Dazu müssten die Partner aber 2008 den Joint-Venture-Vertrag kündigen. Sonst verlängert sich das Abkommen automatisch um fünf Jahre. Mitte Februar hatte Bischoff erklärt, weder Siemens noch Fujitsu würden die Verbindung lösen.

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